Rasch ging es bei der munteren Gesprächsrunde nur noch um die Idee mit dem See und der Brücke darüber. Die Vision war während der Liestal-Woche mehrfach erwähnt worden. Aber statt in die Zukunft blickten die Teilnehmerinnen zuerst einmal retour.

Die See-Idee sei so neu nicht, bemerkte Clea Mühleisen. «Das haben wir doch schon vor dreissig Jahren vorgeschlagen», sagte sie. «Damals noch für die Grünen.»

Und die ältere Generation am Tisch blickte sogar noch weiter in die Vergangenheit zurück. «Der Orisbach war schon mindestens einmal gestaut, weiter oben beim heutigen Postgebäude», wusste Elisabeth Walde (81). Das sei aber lange vor ihrer Geburt gewesen. «Den Teich sieht man auf alten Stichen.»

Und die 83-jährige Irma Mayer ergänzte: «Deshalb sagt man heute noch ‹hinterer See› zum Gebiet um den Rufsteinerweg.»

Der Liestaler See fasziniert, ohne Zweifel. An der Realisierbarkeit hegten die Stammtisch-Gäste aber ihre Zweifel - Visionen hätten es immer noch schwer in Liestal. «Falls es aber doch klappen sollte, so müsst ihr euch beeilen - wir wollen das unbedingt auch noch erleben!», flachste Irma Walde. Sie hatte die Lacher auf ihrer Seite.