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Wurstrekord: FC Wohlen geht doch noch als Sieger aus dem Cup-Fight

Grillmeister Werner Lüthi ging die Arbeit beileibe nicht aus. (Screenshot TeleM1)

Grillmeister Werner Lüthi ging die Arbeit beileibe nicht aus. (Screenshot TeleM1)

Der FC Wohlen gehörte trotz Cup-Niederlage gegen den FC Basel zu den Gewinnern. Die Freiämter gaben als Veranstalter eine ausgezeichnete Visitenkarte ab und wurden mit einem friedlichen Fussballfest belohnt.

Der Applaus nach dem Schlusspfiff war trotz 1:3-Niederlage aussergewöhnlich gross und andauernd wie noch nie in dieser Saison. Die ansprechende, in der ersten Hälfte gar ausgezeichnete Performance des FC Wohlen gegen den Champions-League-Teilnehmer wurde von den 4100 Zuschauern honoriert. Was fehlte, war der sportliche Exploit.

Der Coup gegen die Stars vom Rheinknie war möglich, der entscheidende Unterschied lag in der Effizienz: Das Chancenverhältnis lautete nach 45 Minuten 7:2 zugunsten von Wohlen, beim Ergebnis standen die Freiämter jedoch mit 1:2 in Rücklage. «Wir waren vor der Pause besser als Basel, uns fehlte einfach die Kaltschnäuzigkeit», sagte Mergim Brahimi, der zum zwischenzeitlichen Ausgleich per Penalty besorgt war. «Man hat gemerkt, dass nicht viel fehlte gegen den grossen FC Basel.»

Grosses Fussball- und Wurstfest in Wohlen.

Grosses Fussball- und Wurstfest in Wohlen.

Roman Buess, dem Basler Stürmer in Wohler Diensten, war die Enttäuschung deutlich anzumerken: «Sie ist gross, weil wir ein gutes Spiel gezeigt haben. Wir waren einfach zuwenig effizient.» Buess traf mit seiner Analyse den Nagel auf den Kopf. Ex-Bundesligaspieler Kevin Pezzoni allein hatte in den ersten acht Spielminuten drei Top-Chancen zur Führung.

Die beiden Schlüsselszenen der Partie ereigneten sich kurz vor der Pause: FCB-Goalie Vailati kann einen platzierten Schuss des aufgerückten Wohlen-Captains Alban Pnishi gerade noch abwehren (38.), nur drei Minuten später bringt Sio die Basler praktisch mit seiner ersten Ballberührung vorentscheidend in Führung. «Da haben wir uns etwas naiv verhalten», meinte Ciriaco Sforza, der seine Spieler nicht oft kritisiert.

Nach der Pause liess der FC Basel den Ball gekonnt in den eigenen Reihen zirkulieren und gestand Wohlen keine Torchancen mehr zu. Trotzdem sprach Sforza von einer grossartigen Leistung seiner Schützlinge. «Wir können aus dieser Partie sehr vieles für die Meisterschaft mitnehmen: Vom Auftreten, Läuferischen und Spielerischen her war alles top. Unser Weg stimmt, ich habe erneut enorme Fortschritte gesehen.»

Dass der FC Wohlen dennoch als Sieger aus dem Cup-Knüller hervorging, lag nicht zuletzt auch an der reibungslosen Organisation, die zum gelungenen Abend in der ausverkauften Niedermatten beitrug. 41 Medien-Akkreditierungen bedeuteten Rekord – 2000 verkaufte Würste ebenso.

«Ich bin rundum glücklich, es hat alles funktioniert», sagte Wohlen-Präsident Lucien Tschachtli am Morgen danach. Dass sich auch die FCB-Anhänger von A bis Z vorbildlich verhielten und für eine würdige Cup-Stimmung sorgten, freute Tschachtli als gebürtigen Basler besonders.

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