Unbestritten, in diesen Tagen hat es der Schweizerische Fussballverband (SFV) nicht leicht mit der Challenge League. Immer wieder müssen Spiele verschoben werden, die Ausweichdaten werden so rar wie kostbar. Nur so ist es zu erklären, dass der SFV mit aller Macht versuchte, das Spiel Le Mont gegen Wohlen unbedingt durchzuführen.

Sforza: "Absage ist respektlos" 

Bereits um 9 Uhr früh hätten die Vereinsverantwortlichen von Le Mont die Durchführung der Begegnung für unmöglich erklärt. Sie haben Wohlen-Trainer Ciriaco Sforza persönlich angerufen und von einer Reise in die Westschweiz abgeraten. Der Verband wollte davon jedoch nichts wissen und verlangte eine Inspektion vor Ort, mit beiden Trainern und den Schiedsrichtern. Als die Partie abgesagt wurde, war Sforza ausser sich: ,„Das ist eine Frechheit und Respektlosigkeit gegenüber dem Gegner, den Unparteiischen und uns. Ich weiss nicht was sich der Verband da überlegt hat.“

Auch Wohlen-Künstler Mergim Brahimi brachte wenig Verständnis für die unnötige Zwangsreise nach Baulmes auf („hier wusste man das ja schon heute Morgen“), obwohl er und seine Kollegen zuerst guter Dinge waren: „Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind sah der Platz super aus. Erst als wir näher kamen, haben wir die Wasserlachen auf dem Rasen gesehen.“

Es zeugt aber auch von einer gewissen Professionalität seitens der Aargauer, dass man nach der langen Anfahrt, die nun also nochmals bewältigt werden muss, nicht auf die Durchführung der Partie bestanden hat. „Die Verletzungsgefahr für alle Spieler wäre zu gross gewesen, es hätte keinen Sinn gemacht“, erkannten Sforza und Brahimi unisono.

Nächster Versuch am Mittwoch

Immerhin muss man sich beim FC Wohlen keine volle Woche mehr gedulden, um einen neuen Anlauf zu starten. Bereits am Mittwoch kommt es auf der Niedermatten zum Nachhol-Aufstiegskracher gegen das drittplatzierte Lugano. Sofern es das Wetter und die Platzverhältnisse endlich zulassen.