FC Wohlen

Die Entertainer und das präsidiale Selfie

Wohlen zeigte gegen den FC Zürich eine gute Partie. Hier wurde der Trefer von Buess bejubelt.

Wohlen zeigte gegen den FC Zürich eine gute Partie. Hier wurde der Trefer von Buess bejubelt.

Der FC Wohlen knüpft dem FC Zürich in seinem ersten Auftritt im neuen Jahr ein 2:2 ab.

Der FC Wohlen–Entertainer des Jahres 2014. So zumindest adelte die "Aargauer Zeitung" die formidable Darbietung des amtierenden Challenge League Leaders in den vergangenen zwölf Monaten. Das alles ist aber bereits Geschichte. Alles startet bei null. „Und das haben die Jungs kapiert“, versichert Ciriaco Sforza. Es sind Tage, in denen der Grundstein für eine weitere Nominierung zum Entertainer des Jahres 2015 gelegt wird. „Intensive Tage“, wie der Freiämter Rasengeneral sie nennt.

Neben den fordernden Trainingssessions dienen Testspiele in dieser Phase als Leistungsindikator. Mit einer ersten solchen Prüfung sahen sich die Freiämter gestern konfrontiert: Gastauftritt beim FC Zürich. Gewiss löste die erste Partie des FC Wohlen im Jahr 2015 keine Gefühlseruptionen bei den Zuschauern aus. Ansprechend war die Aargauer Performance dennoch. Bereits in der sechsten Spielminute liess sich FCW-Akteur Simone Rapp als Torschütze feiern. Wobei, „feiern“ eigentlich den falschen Eindruck vermittelt. Leiser Applaus von der Spielerbank und ein diskretes Lob von Sforza.

Der interne Schritt ist von Belangen

Der Architekt des Freiämter Erfolgs tigerte von da an gewohnt in seiner Coachingzone herum. Mit seinem taktischen Engagement entgegnete Sforza dem üblichen Vorurteil, dass den Trainingsspielen nur eine vernachlässigbare Priorität eingeräumt wird. Ihm sind die externen Stimmen und Meinungen sowieso gleichgültig. „Wichtig ist, dass wir intern den nächsten Schritt machen.“ Und als positiv darf der gestrige Auftritt wahrlich eingestuft werden. 2:2 endete das ausgeglichene Aufeinandertreffen.

Tahiraj unfrewillig mit einer Higuita-Parade.

Tahiraj unfrewillig mit einer Higuita-Parade.

Beobachtet wurden die Freiämter übrigens erstmals vom Neo-Sportchef Martin Rueda, der sich wie angekündigt in die Rolle des stillen Beobachters begab. Aktiver, aber noch nicht federführend, waren hingegen die beiden FCW-Debütanten Alain Schultz und Claudio Holenstein. Für einen Leistungscheck ist es noch zu früh, aber sie sollen definitiv zu zuverlässigen Niedermatten-Entertainern reifen. Dafür erfreuten sich die Zuschauer gestern ab direktem Kontakt mit den Spielern. Ein FCZ-Fan umgarnte gar Ancillo Canepa – für ein präsidiales Selfie. Dem Testspiel sei Dank!

FC Zürich – FC Wohlen 2:2 (1:1)

Heerenschürli. – 120 Zuschauer. – Tore: 6. Rapp 0:1. 39. Sadiku 1:1, 46. Buess 1:2. 66. Sadiku 2:2.

Wohlen: Tahiraj (45. Kiassumbua); Stadelmann (61. Thaqi), Giampa (45. Geissmann), Bühler (45. Neziraj), Urtic (61. Milicaj); Grether (45. Minkwitz), Ramizi, Weber, Schultz, Rapp (45.Xhema); Buess (61. Rapp).  – Rapp mit Doppeleinsatz.

Zürich: Da Costa (45. Favre); Elvedi, Nef (45. Gebistorf), Kajevic; Chiumiento, Kukeli (45. Sarr), Buff (24. Kleiber), Schneuwly (60. Oberlin), Schönbächler, Rodriguez (68. Gautreaux); Sadiku (85. Graf).

Bemerkungen: FC Wohlen ohne Pnishi, Brahimi, Lika, Pezzoni und De Filippo (alle verletzt). FC Zürich ohne R. Koch, Gavranovic, Alesevic, C. Brunner und Yapi (alle verletzt). Sowie ohne Chermiti, Etoundi, Chikhaoui (Africa-Cup) und Djimsiti, P. Koch, Rikan, M. Brunner, Malloth (alle kein Aufgebot).

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