Der grösste Spieler des FC Wohlen? Natürlich Mario Bühler: Der Innenverteidiger misst gut 1,91 Meter. Der beste Spieler des FC Wohlen? Auch Mario Bühler? Na ja, die Konkurrenz im 21-Mann-Kader hat es in sich. Eines steht fest: Nach schwierigen Zeiten in der vergangenen Saison hat Bühler seinen Platz in der zentralen Abwehrreihe momentan auf sicher. Der 23-Jährige bildet zusammen mit Captain Alban Pnishi ein Bollwerk, an dem keiner so schnell vorbeikommt. Mehr noch. Mit vier Treffern – drei davon mit dem Kopf – hat Bühler seine Torgefahr in den bisherigen 19 Spielen eindrücklich unter Beweis gestellt.

Lucien Tschachtli hält grosse Stücke auf Bühler. «Im Vergleich zur letzten Saison hat Mario grosse Fortschritte gemacht», sagt der Präsident des FC Wohlen. «Er spielt nicht nur konstant auf hohem Niveau, sondern er ist auch zu einer Leaderfigur geworden.» Tschachtli weiss genau, was er an Bühler hat. Logisch also, dass der Klubverantwortliche den im Frühling auslaufenden Vertrag mit dem Innenverteidiger verlängern möchte.

Bühler lässt sich Zeit

«Das Interesse des FC Wohlen an einer weiteren Zusammenarbeit mit mir ist da», hält Bühler fest. «Der Präsident hat mit mir im Winter ein erstes Gespräch geführt. Mir gefällt es hier ausgezeichnet. Ich kann mir durchaus vorstellen, den Vertrag zu verlängern.» Bühler lässt sich mit der Unterschrift unter einen Zwei- oder Dreijahresvertrag allerdings Zeit. Schliesslich will er nach eigener Aussage früher oder später zu einem Klub in der Super League. Und wie die meisten Profis träumt auch Bühler von der ganz grossen Karriere. So wie das sein Vorbild Sergio Ramos bei Real Madrid geschafft hat.

Super League ist ein gutes Thema. Was spricht eigentlich dagegen, dass Bühler den Aufstieg mit dem FC Wohlen schaffen wird? «Langsam, langsam», sagt Bühler. «Natürlich wollen wir immer gewinnen. Aber wir nehmen ein Spiel nach dem andern. Der Aufstieg ist noch kein Thema.» Und wenn es doch klappen sollte? «Mit dem Titel des Wintermeisters haben wir viel erreicht», fügt Bühler hinzu. «Sollten wir am Schluss tatsächlich vorne sein, wäre das sensationell.»

Ein wohl hoffnungsloses Unterfangen

Sportlich scheinen für den FC Wohlen die Bäume in den Himmel zu wachsen. Neben dem Spielfeld wird der Kampf um die Lizenz für die höchste Spielklasse zu einem zähen Ringen. Mehr noch. Es ist wohl ein hoffnungsloses Unterfangen. Bühler will sich zu diesem Thema nicht gross äussern. «Ob die Liga dem FC Wohlen die Lizenz erteilen wird oder nicht, können wir Spieler nicht beeinflussen», erklärt er. «Sollten wir sportlich das grosse Ziel erreichen und die Lizenz trotzdem nicht erhalten, wäre das aber bitter. Es würde wehtun.»

Bühler ist in Emmenbrücke aufgewachsen, besuchte die Sportschule in Kriens und spielte schon als Junior für den FC Luzern. Nach einer dreijährigen Ausbildung zum Detailhandelsfachmann/Logistiker setzte er voll auf die Karte Fussball und schaffte es in die erste Mannschaft der Zentralschweizer. Im Sommer 2013 wechselte er von Luzern zum FC Wohlen.