Er trägt zwar nicht einen klingenden Namen wie Bayern, Chelsea oder Dortmund. Aber keine Mannschaft darf über einen leichten Achtelfinal-Gegner jubeln, wenn dieser FC Porto heisst: 27-facher portugiesischer Meister, Sieger im Pokal der Landesmeister 1987, Uefa-Cup-Sieger 2003, Champions-League-Sieger 2004 (mit Trainer José Mourinho) und seit jeher Stammgast in der Königsklasse – dies die beeindruckenden sportlichen Eckdaten des Vereins aus der Hafenstadt im Norden Portugals.

 

Den FC Basel erwartet in der K.o-Phase also eine knifflige Aufgabe. Sicher keine unlösbare, dennoch gehen die Schweizer als Aussenseiter ins Duell mit Porto. Der Star der Portugiesen spielt im Sturm, ist gleichzeitig der Captain: Jackson Martinez aus Kolumbien. In fünf Einsätzen in der Champions-League-Gruppenphase hat Martinez fünf Mal getroffen – Fabian Schär und Marek Suchy dürften gewarnt sein.

Vor diesem Mann muss sich der FCB fürchten:

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Vor diesem Mann muss sich der FCB fürchten

Mehr Spieler, deren Namen jedem Kind geläufig sind, bietet Porto ansonsten keine. Vielleicht noch Ricardo Quaresma, der einst als genauso grosses Talent wie Cristiano Ronaldo galt, dann aber mehr und mehr aus dem Scheinwerferlicht verschwand.

Hervorzuheben ist auch Yacine Brahimi, der mit Algerien im WM-Achtelfinal den späteren Weltmeister Deutschland an den Rand einer Niederlage brachte. Bei seinem Debüt in der Königsklasse gegen BATE Borissow erzielte Brahimi auf Anhieb einen Hattrick. Und zuletzt Mittelfeldregisseur Hector Herrera aus Mexiko, der an der WM ebenfalls zu gefallen wusste.

Trainer ist seit Mai dieses Jahres der Spanier Julen Lopetegui, auch er ein relativ unbekannter Name. Als Profi kam er auf ein paar wenige Einsätze für Real Madrid (1) und Barcelona (5), zudem absolvierte er ein Länderspiel.

Als Trainer arbeitete er vor dem Wechsel nach Porto im Nachwuchsbereich des spanischen Fussballverbandes (U20 und U21). Lopetegui führte Porto ohne Niederlage durch die Champions-League-Gruppe mit BATE Borissow, Schachtjor Donezk und Atletic Bilbao.

Spezielle Gefühle dürfte das Achtelfinal-Los bei FCB-Trainer Paulo Sousa ausgelöst haben. Sousa ist Portugiese und dürfte gegen ein Team aus seinem Heimatland besonders motiviert sein. Mit Porto hatte Sousa in seiner Karriere noch keine Berührungspunkte, er stammt aus der Jugendabteilung von Benfica Lissabon und spielte auch für deren Stadtrivalen Sporting. Das gilt für den FCB: Noch nie ist er in einem Pflichtspiel auf den FC Porto getroffen, hingegen hat er mehrmals Bekanntschaft gemacht mit Benfica und Sporting.

Das Hinspiel in Basel findet am 18. Februar statt, das Rückspiel in Portugal am 10. März.

Die Achtelfinals der Champions League:

FC Basel - FC Porto

Paris St-Germain - Chelsea

Manchester City - FC Barcelona

Bayer Leverkusen - Atletico Madrid

Juventus Turin - Borussia Dortmund

Schalke - Real Madrid

Schachtjor Donezk - Bayern München

Arsenal - Monaco