Der FC Basel ist wieder in der Spur. Nach der dramatischen ersten Saisonniederlage gegen YB gaben sich die Basler gegen den Aufsteiger aus Lugano keine Blösse und gewannen in gewohnter Manier mit 3:1.

Überragender Mann auf dem Platz war einmal mehr Luca Zuffi. Der 25-Jährige hatte am Samstag gleich doppelt Grund zur Freude. Vor der Partie gegen Lugano hatte er seinen Vertrag beim Serienmeister verlängert und auf dem Platz gelang ihm dann ein sehenswertes Doppelpack, das am Schluss noch mit einem Assist gekrönt wurde.

Mit acht Vorlagen glänzte der Mittelfeldstratege in der Liga bisher hauptsächlich als Vorbereiter. Gegen Lugano trat Zuffi nun erstmals auch als Torschütze in Erscheinung. Damit ist er in den letzten drei Saisonspielen an sechs der acht Basler Treffer direkt beteiligt und das, obwohl er gegen Bern erst nach der Pause eingewechselt wurde. Möglicherweise auch ein Grund für die Niederlage der Basler.

Zuffi fühlt sich wohl in Basel

Man hat das Gefühl, dass Zuffi den Ball momentan treffen kann, wie er will. Seine Schüsse finden den Weg ins Tor. FCB-Trainer Urs Fischer, der Zuffi bereits in Thun trainierte, ist von der Entwicklung seines Schützlings nicht überrascht. «Das ist kein Zufall, der Bursche weiss, wie man den Ball treffen muss», sagt Fischer nach der Partie.

Schön für Fischer und den FCB ist auch die vorzeitige Vertragsverlängerung des gebürtigen Winterthurers. «Für mich ist das ein schöner Tag. Ich habe mich in Basel gut eingelebt und fühle mich in der Stadt und der Mannschaft sehr wohl. Das ist sehr wichtig, um erfolgreich Fussball zu spielen.», begründet Zuffi seine Entscheidung, die ihm nicht schwergefallen ist. Es sei ein schönes Zeichen vom Verein, seinen Vertrag vorzeitig bis 2018 zu verlängern.

Noch keinen Kontakt zu Petkovic

Konserviert Zuffi diese Form, ist er sicher bald ein Thema für Vladimir Petkovic und die Nationalmannschaft. In den letzten Spielen gegen England und Slowenien fehlte der Schweizer Fussballnati ein Spieler wie Zuffi, der jederzeit den entscheidenden Pass geben oder im Alleingang ein Tor erzielen kann. Zuffi selbst hat sich nach eigener Aussage noch keine Gedanken zum Thema Nationalmannschaft gemacht: «Wenn ein Anruf kommen sollte, dann kommt er, aber bisher gab es noch keinerlei Kontakt.»

Am Donnerstag kommt es für Zuffi und den FC Basel im St. Jakob-Park zum Wiedersehen mit Lech Posen. Die Polen hatten in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde gegen Basel den Kürzeren gezogen und befinden sich seitdem in der Krise. Aus den letzten acht Partien in der polnischen Liga holte der letztjährige Meister nur zwei mickrige Punkte und findet sich völlig überraschend am Tabellenende wieder. Die Basler wollen nach dem Sieg gegen Florenz nachlegen. Mit Luca Zuffi in Topform sollte das klappen.