Generalversammlung

Heusler, Heitz und Co bleiben FCB treu – neues Projekt präsentiert

Der FC Basel schliesst das Geschäftsjahr 2014 mit einem Gewinn von 15 Millionen ab.

Der FC Basel schliesst das Geschäftsjahr 2014 mit einem Gewinn von 15 Millionen ab.

An der 121. ordentlichen Generalversammlung präsentierte der FC Basel Rekord um Rekord. Neben den Wiederwahlen der kompletten Führungsetage stand noch die Präsentation eines neuen Projektes auf dem Programm.

Ein weiterer Rekord. Mit was sonst hätte die Generalversammlung des FC Basel sonst beginnen sollen? 836 Mitglieder fanden am Montagabend den Weg ins Congresszentrum, um bei der 121. GV ihres Vereins dabei zu sein. «Normalerweise kommen nur so viele Mitglieder an eine GV, wenn der Verein in einer Krise steckt», so der erneut wortgewandt durch den Abend führende Präsident Bernhard Heusler.

Doch von einer Krise ist der FCB weit weg. Die Niederlage gegen den FC Luzern war ein Ausrutscher, der am Ende nicht mal gross wehtat. «Die Gegenwart ist die Saison 2014/2015. Die Gegenwart sind aber auch fünf Meistertitel in Serie.» Die Gegenwart, das sind aber auch Zahlen, die Jahreszahlen, die der FCB bereits im März kommuniziert und vor der versammelten Generalversammlung noch einmal stolz präsentierte. 

Und auch hier: erneute Rekorde. Mit 105 Millionen Totalumsatz hat der FCB im Geschäftsjahr 2014 zum ersten Mal und als erster Schweizer Verein überhaupt die 100-Millionen-Marke geknackt. Bei einem Totalaufwand von 90 Millionen steht am Ende ein Gewinn von 15 Millionen zu Buche. Auch das natürlich: ein Rekord. Genauso wie der Erlös, den der FCB alleine durch Transfers erwirtschaftet hat: ganze 36 Millionen spülten die Abgänge von Mohamed Salah, Yann Sommer, Valentin Stocker und Kay Voser in die Kasse. «Das wird so schnell nicht mehr passieren, dass wir eine solche Summe ausweisen können», so Stephan Werthmüller, Finanzchef. Der letztjährige Gewinn liege auch noch einmal weit über jenem aus dem bisherigen Rekordjahr 2012, als man Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka in die Bundesliga zu Bayern München respektive Borussia Mönchengladbach verkauft hatte. 

Standing Ovations und ein «Aadie»

Die ersten 30 Minuten der rund zweistündigen Versammlung fanden unter Anwesenheit der ersten Mannschaft statt, bevor diese von Heusler zur Vorbereitung für das Spiel vom Mittwoch gegen Vaduz nach Hause geschickt wurde. Doch Heusler liess die 1. Mannschaft nicht gehen, bevor nicht noch eine Person gebührend geehrt – und verabschiedet wurde. «Es ist mir ein grosses Anliegen, Marco Streller aadie zu sagen. Wobei es kein aadie, sondern viel mehr ein auf Wiedersehen ist. Denn ich bin mir sicher, dass Marco Streller auch nächstes Jahr an der GV dabei sein wird. Dann aber als Mitglied und nicht mehr als Spieler.» Nach diesen Worten wurde dem abtretenden Captain mit Standing Ovations und tosendem Applaus gehuldigt. 

Doch er war nicht der Einzige, der an diesem Abend so gefeiert wurde. Auch Bernhard Heusler durfte sich über Standing Ovations und Applaus freuen. Mit seiner Ankündigung, sich für ein weiteres Amtsjahr als Präsident zur Verfügung zu stellen, riss er die Anwesenden von den Stühlen. Nach den Beifallsbekundungen wurde Heusler schliesslich einstimmig per Akklamation als Präsident des FC Basel und des Verwaltungsrats wiedergewählt. Der gesamte Vorstand wie auch der Verwaltungsrat wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt.

Projekt 10'000

Neben den zu erwartenden Traktanden wurde noch ein neues Projekt vorgestellt. Das Projekt Verein FC Basel 10'000. Wie der Name schon sagt, ist das Ziel das Erreichen von 10'000. 10'000 Mitgliedern. Damit soll der Verein, der zum jetzigen Zeitpunkt finanziell nicht selbsttragend ist, wachsen und vor allem wiederbelebt werden. Lanciert werden soll das Projekt im Herbst. Momentan steht der FCB noch bei 3'643 Mitgliedern. «Wir wissen, dass die Erhöhung der Mitgliederbasis auf 10'000 ein ambitioniertes Ziel ist. Aber das ist man sich beim FCB ja gewohnt», kommentierte Heusler. Und es würde nicht überraschen, wenn der FCB auch dieses Ziel erfüllen kann. In Rekordzeit natürlich.

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