Acht Spiele, acht Siege. So lautet die tadellose Super-League-Bilanz des FC Basel. Auch der FC St. Gallen schaffte es nicht, etwas Zählbares aus dem St.-Jakob-Park mitzunehmen. Erst in der Schlussphase, nach dem Anschlusstreffer von Marco Aratore, glaubten die St. Galler überhaupt daran, dem übermächtigen FC Basel doch noch ein Unentschieden abzutrotzen.

Der Respekt der Konkurrenz

Dass sich die Ostschweizer in den 87 Minuten zuvor nur einmal vor dem Kasten von Tomas Vaclik blicken liessen und insgesamt keinerlei Gefahr ausstrahlten, zeigt auch, wie gross der Respekt der anderen Teams gegenüber dem Serienmeister momentan ist. Der FCB spaziert mit einer solchen Leichtigkeit durch das erste Viertel der Saison, dass man sich kaum vorstellen kann, dass der Schweizer Meister 2016 nicht Basel heisst.

«Wer alles gewinnt, wird am Ende auch Meister», musste auch Luca Zuffi nach Schlusspfiff zugeben. Zuffi hatte zuvor 90 Minuten die Fäden im Mittelfeld der Basler gezogen. Mit Matias Delgado auf der Zehn fiel Zuffi eine defensivere Rolle zu. Auf dieser Position war er Dreh- und Angelpunkt des Basler Angriffsspiels. Seine Pässe führten wiederholt zu sehr guten Torchancen. Schliesslich konnte Zuffi seine gute Leistung dann endlich auch mit einem Assist krönen. Sein perfekt getretener Freistoss von der rechten Seite wurde von Marc Janko zum 2:1 veredelt.

Fiorentina mit Selbstvertrauen

Dass die Basler am Schluss doch noch etwas zitterten, war spätestens mit dem Schlusspfiff kein Thema mehr, denn der Blick geht bereits nach Florenz. «Wir wollen mit einer guten Leistung gegen einen guten Gegner in die Europa League starten und natürlich auch in Florenz etwas mitnehmen», gibt sich Luca Zuffi angriffslustig.

Dass ausgerechnet Ex-Trainer Paulo Sousa für Florenz an der Seitenlinie steht, ist ihm egal. Auch die Fiorentina geht mit dem Selbstvertrauen aus einem Heimsieg ins Duell mit den Baslern. Nach dem 1:0 Sieg gegen Genua hat Florenz nach drei Spieltagen in der Serie A nun sechs Punkte auf dem Konto und ist zu Hause im Stadio Artemio Franchi noch ohne Gegentor und Punktverlust. Den entscheidenden Treffer der Fiorentina gegen Genua erzielte der 22-jährige Senegalese Khouma Babacar.

Nach dem unglücklichen Aus in den Champions-League-Playoffs gegen Maccabi Tel Aviv muss sich der FC Basel nun ab Donnerstag in der Europa League beweisen. Der Meister möchte seine Serie der Ungeschlagenheit auch auf europäischem Level verlängern. Seit Urs Fischer im Amt ist, haben die Basler noch kein Pflichtspiel verloren. Das soll auch in Florenz so bleiben.