Schweiz

Für den «Blick» ist klar: «Das tut weh!» - zudem sei es «ein brutal bitteres Out für den Schweizer Meister!» Die Boulevard-Zeitung ist gar überzeugt, dass sich die Basler die Qualifikation in die Königsklasse «im Hinspiel selber versaut haben». Auch Walter Samuel, der den 1:1-Ausgleich im Rückspiel auf seine Kappe nehmen muss, bekommt sein Fett ab: «Der 37-jährige Argentinier macht nicht mehr den Eindruck, von der Beweglichkeit her auf diesem Niveau spielen zu können.»

Kein gutes Haar am israelischen Gegner lässt das Gratis-Blatt «20 Minuten», nur die vorhandene Effizienz wird herausgestrichen: «Maccabi in der Champions League – das kann eigentlich nicht wahr sein! Denn die Israeli waren dem FCB in diesem Playoff in fast allen Belangen unterlegen – nur punkto Effizienz zeigten sie dem FC Basel den Meister.» Die Qualifikation wäre also eigentlich machbar gewesen.

Ähnlich sieht das die «Basler Zeitung», sie titelt gar, die Basler «haben eine grosse Chance verpasst». Trotz des starken Eran Zahavi in der gegnerischen Offensive konstatiert Sportdirektor Goerg Heitz, «dass wir über 180 Minuten gesehen die bessere Mannschaft waren».

Europäisch ist der FC Basel nicht ganz weg von der Bühne – halt einfach von der ganz grossen. Der «Tages-Anzeiger» findet dafür einen treffenden Vergleich: «Das heisst für sie im übertragenen Sinn Mineral mit Kohlensäure in der Europa League statt Champagner in der Königsklasse.»

Hart, aber ehrlich ist das Schlussfazit der «Neuen Zürcher Zeitung» über die Bilanz dieses bitteren Unentschiedens. «Maccabi wusste sich mit einfachen Mitteln zu helfen. Das Team tat nicht mehr, als eifrig zu verteidigen, ab und an einen Konter zu starten und auf die gehobene Qualität Zahavis zu vertrauen. Dass der FC Basel gegen dieses Team keine Lösungen fand, stellt ihm ein schlechtes Zeugnis aus.»

Israel

Im Land der Bibel sprechen die Schlagzeilen natürlich eine andere Sprache. Erstmals seit elf Jahren steht wieder eine seiner Mannschaften in der Königsklasse.

«The Jerusalem Post» feiert: «Der Traum, den Maccabi Tel Aviv elf Jahre lang gejagt hat, ist in der Dienstagnacht endlich wahr geworden, als die Gelbblauen mit einem bemerkenswerten Lauf in die Gruppenphase der Champions League schritten.»