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FCB-Neuzugang Walter Samuel: «Ibrahimovic hat mich beeindruckt»

Mit Inter Mailand hat Walter Samuel alles gewonnen, was es im Klubfussball zu gewinnen gibt: fünfmal den Scudetto, dreimal den Italienischen Cup, viermal den Italienischen Supercup, einmal die Champions League und ebenfalls einmal die Fifa-Klub-Weltmeisterschaft.

Mit Inter Mailand hat Walter Samuel alles gewonnen, was es im Klubfussball zu gewinnen gibt: fünfmal den Scudetto, dreimal den Italienischen Cup, viermal den Italienischen Supercup, einmal die Champions League und ebenfalls einmal die Fifa-Klub-Weltmeisterschaft.

Er ist ein Weltstar. In dieser Saison spielt er für den FC Basel: Walter Samuel. Das Inter-Urgestein erzählt bei seinem ersten Auftritt als FCB-Spieler über die Spieler, die ihn am meisten beeindruckt haben, seine Familie und sein bevorzugtes System.

In Italien gaben sie ihm den Übernamen «Il Muro», die Wand. Als Walter Samuel bei seinem ersten Gespräch mit den Medienvetretern der Region Basel aber den Raum betritt, macht er alles andere als den Eindruck eines beinharten Typen. Er ist äusserst ruhig, fast schon scheu, spricht ganz leise. Vom angsteinflössenden Verteidiger ist keine Spur. Geduldig gibt er in seiner Muttersprache Spanisch und in Italienisch Auskunft, denn sowohl Deutsch als auch Englisch kann er kaum bis gar nicht. «Ich spreche noch gar kein Deutsch. Es ist eine schwierige Sprache. Ich will lernen es zu verstehen, ein neue Sprache in Verbindung mit einer neuen Aufgabe ist immer spannend. Mit dem Trainer spreche ich Spanisch, da ich auch nicht so gut Englisch kann.»

Walter Samuel über...

...seine Entscheidung für den FCB:
«Ich hatte auch Angebote von verschiedenen Vereinen in der Serie A. Als dann aber das Angebot vom FC Basel kam, konnte ich nicht nein sagen. Jetzt kann ich eine neue Liga kennenlernen und weiterhin auf der europäischen Bühne spielen. Klar ist es eine Umstellung für meine Familie, aber das nehmen wir in Kauf.»

…den Zeitpunkt seines Wechsels:
«Es war der richtige Moment, um etwas Neues zu tun und die Meisterschaft zu wechseln.»

…seinen ersten Kontakt mit dem FCB:
«Es ging alles sehr schnell. Zwischen dem ersten Kontakt und der Vertragsunterschrift lagen nur zwei bis drei Wochen.»

…seine ersten Eindrücke der Liga:
«Ich habe die Liga nicht gut gekannt, kenne nicht viele Teams. Den FCB habe ich aber international verfolgt, und ich bin mir sicher, dass wir gute Chancen haben werden in Europa.»

…seine ersten Eindrücke vom Stadion und den bisherigen Spielen seines neuen Arbeitgebers:
«Das Stadion ist wunderschön. Für ein erstes Heimspiel (gegen Luzern, Anm. d. Red.) hatte es ausserdem sehr viele Zuschauer, das hat mich etwas überrascht. Obwohl, überrascht ist eigentlich der falsche Ausdruck. Ich bin mir sicher, dass es Spass machen wird, zu Hause vor diesem Publikum zu spielen.»

...seinen Formzustand:
«Als ich Basel angekommen bin habe ich noch etwas die Ferien gespürt, sonst fühle ich mich aber gut. Jetzt trainiere ich teils mit der Mannschaft und teils individuell, und werde meine Form sicher wieder erreichen. Wann ich bereit bin, entscheidet der Mister (so nennt Samuel Trainer Paulo Sousa, Anm. d. Red.). Ich weiss, dass mir noch etwas fehlt bis ich auf 100 Prozent bin. Was mir vor allem fehlt, sind Spiele, um wieder in den Rhythmus zu kommen.»

...sein bevorzugtes System, Dreier- oder Viererkette:
«Ich kenne beide Systeme aus meiner Zeit bei Inter und der argentinischen Nationalmannschaft. Es ist mir egal, ich kann beides spielen.»

…den besten Spieler, mit dem er je zusammgespielt hat:
«Das ist ganz schwierig zu sagen. Es gab viele, die mich beeindruckt haben, ob in der Offensive oder der Defensive. Wenn ich Namen nennen muss, dann sind es wohl Ibrahimovic, Diego Milito und Ronaldo (der brasilianische, nicht Cristiano Ronaldo, Anm. d. Red.).»

…den besten Spieler, gegen den er je gespielt hat:
«Da muss ich wohl auch Ibra sagen (lacht). Sonst noch Francesco Totti und Lionel Messi.»

…seine Familie:
«Meine Familie kommt in ein paar Tagen nach. Meine Frau kennt Basel bereits, die Kinder noch nicht (Samuel hat zwei Söhne und eine Tochter, Anm. d. Red.), aber sie kommen auch gerne hierher. Sie sind für mich sehr wichtig, meine Frau hat mich immer unterstützt während meiner Karriere.»

…über neugefundene Freunde beim FCB:
«Meine Landsmänner Matías Delgado und Gastón Sauro haben mir, als ich hier angekommen bin, viel geholfen. Mit der Sprache, bei der Wohnungssuche. Sie haben mir wirklich eine grosse Hand gereicht und mir auch die ersten Eindrücke von Basel vermittelt.»

Mehr über Walter Samuel, seine ersten Gehversuche im Fussball, warum er mit 18 Jahren seinen Nachnamen geändert hat und wieso er es hasst, Gegentore zu kassieren, lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe der bz Basel.

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