Eine Reaktion. Das hat FC-Basel-Cheftrainer Urs Fischer gefordert, nachdem man zuletzt gegen Belenenses und YB wenig überzeugend aufgetreten war. Er forderte, dass in den letzten 25 bis 30 Metern besser gespielt werde. Gegen den SV Muttenz hat vor allem einer genau diese Forderungen umgesetzt: Shkelzen Gashi. Drei Tore konnte der zuletzt in der Kritik stehende Gashi erzielen. Er konnte sich für die nächsten Spiele aufdrängen, genau so, wie Fischer es von ihm wollte.

Das Bittere ist, auch wenn er sich empfehlen konnte für das morgige Spiel gegen den FC Vaduz: Spielen wird er nicht. Gashi hat sich verletzt, als Muttenz-Goalie Valentino Reist ihn etwas übermotiviert von den Beinen geholt hat. «Es sieht nicht gut aus. Er hat heute versucht zu trainieren, musste die Einheit aber abbrechen, weil die Schmerzen zu gross sind. Er wird morgen sicher nicht dabei sein», so Fischer. Gashi hatte aber Glück im Unglück: Es ist nichts gerissen. Er hat sich «nur» eine starke Prellung zugezogen. «Er hat aber schon beim Stehen Schmerzen, an einen Ball hauen geht erst gar nicht.»

Also muss Fischer neben den schon bekannten Verletzten Walter Samuel, Philipp Degen, Jean-Paul Boëtius und Ivan Ivanov für das Spiel gegen Vaduz auch noch auf Gashi verzichten.

Auch mit diesen Spielern wäre es aber laut Fischer nicht einfach geworden. «Vaduz hat die letzten vier Spiele nicht verloren, das spricht für sich», so Fischer. Und der FCB konnte in den letzten Direktduellen in seinen Augen nicht immer restlos überzeugen: «Wir haben uns in der Vergangenheit teils schwer getan. Es war oft ausgeglichen. Um zu gewinnen brauchen wir eine gute Leistung.»

Die Warnung an alle

Fischer erwartet ein mitspielendes Vaduz, das den Ball laufen lässt, Fussball spielt und immer hoch presst. Ausserdem erarbeite sich Vaduz immer wieder gute Torchancen. Nichtsdestotrotz will er gegen die Vaduzer die Siege gegen YB und Muttenz und damit indirekt auch die gute Position in der Tabelle mit 12 Punkten Vorsprung auf YB bestätigen.

Doch wenn es um diese 12 Punkte Vorsprung geht, die der FCB auf die Berner hat, wird Fischer vorsichtig: «Die Tabelle ist eine Momentaufnahme. Es kann unheimlich schnell gehen, das haben wir ja selber erlebt.» Damit spricht Fischer die Phase vor dem ersten Saisonspiel gegen YB an: Auch damals hatte der FCB 12 Punkte Vorsprung auf die Berner, verlor dann aber in Bern und am Wochenende darauf konnte man gegen Zürich nur ein Unentschieden erreichen. Plötzlich waren von 12 Punkten Vorsprung nur noch sieben übrig. «Deshalb sage ich in der jetzigen Situation: 12 Punkte sind gar nichts.»

Den Spielern sei dies genauso bewusst wie dem Staff und dementsprechend arbeite die Mannschaft jeden Tag daran. Es bestehe kein Problem, dass man genügsam werde. «Wir müssen einfach alle drei Tage unsere Aufgabe lösen und dann stimmt die Tabelle auch am Ende der Saison.»