Transfer

Der neue FCB-Stürmer Andraz Sporar: Ein Mix aus Janko und Embolo

Andraz Sporar wird die Trikotnummer 9 tragen.

Andraz Sporar wird die Trikotnummer 9 tragen.

Ab Januar verstärkt Andraz Sporar die Offensivabteilung des Schweizer Meisters. Der Slowene blickt trotz noch junger Karriere auf eine Traumbilanz zurück.

Es ist nicht mehr überraschend, was der FC Basel am Dienstag um 17.08 Uhr vermeldet: Andraz Sporar, Stürmer und 21 Jahre alt, wechselt zu Rot-Blau, ausgestattet mit einem Vertrag bis 2020. Überraschend hingegen ist die Tatsache, dass der Slowene bereits am 4. Januar 2016 das erste Mal beim FCB trainiert – und nicht erst im kommenden Sommer. Denn als die «Nordwestschweiz» vorgestern mit seinem Berater Amin Ruznic sprach, sagte dieser: «Wir sprechen mit Basel, sie sind sehr interessiert an Andraz. Aber in meinen Augen wäre ein Transfer erst im Juni sinnvoller als bereits im Januar. In der Winterpause in ein neues Team zu kommen, ist für einen Spieler immer schwierig.»

FCB seit anderthalb Jahren dran

Nun also doch der Transfer zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Verständlich. Denn was Sporar auszeichnet, kann jede Mannschaft gebrauchen: Tore satt. Trotz erst 21 Jahren kann der Junioren-Nationalspieler auf eine beeindruckende Bilanz verweisen: Für den slowenischen Tabellenführer Olimpija Ljubljana traf er in dieser Saison in 17 Spielen 17 Mal. Insgesamt erzielte er seit seinem Wechsel zum Hauptstadtklub im Jahr 2012 in 94 Ligaspielen 46 Tore. Dazu passt, was Sporar kurz nach der Vertragsunterschrift zum FCB-TV sagte: «Ich mache viele Tore, das ist mein Job.» Vom Spielertyp her ist er zwischen dem klassischen Strafraumspieler Marc Janko und dem offensiv überall einsetzbaren Breel Embolo einzuordnen.

Sporar hatte mehrere Angebote von anderen Klubs und soll den FCB rund drei Millionen Franken kosten. Sportdirektor Georg Heitz: «Wir beobachten ihn seit anderthalb Jahren und sind glücklich, dass er sich für uns entschieden hat.» Der Transfer habe nichts zu tun mit allfälligen Abgängen in der Winterpause. Heitz: «Er ist ein Spieler, den wir einfach sehr gerne bei uns haben wollten.» Gleichwohl liegen weitere Veränderungen in der FCB-Offensivabteilung auf der Hand. Shkelzen Gashi, Yoichiro Kakitani und auch Breel Embolo sind heisse Abgangskandidaten. Obwohl bei letzterem eigentlich die Abmachung besteht, dass er die Saison in Basel beendet.

"Basel ist definitiv ein grosser Klub"

Zurück zu Sporar, der das ehemalige Streller-Trikot mit der Rückennummer 9 übernimmt: Die ersten Stunden in Basel hätten ihn sehr beeindruckt. Die Infrastruktur für den Trainingsalltag, das Stadion, die Menschen im Verein – all das sei «wunderbar» und nicht vergleichbar mit Slowenien: «Es ist eine komplett andere Welt.» Dass nach der Prüfung der Angebote, darunter gemäss Medienberichten auch Bundesligist Hannover 96, seine Wahl auf den FCB fiel, begründet er so: «Basel ist jetzt der richtige Klub für mich. Wer sechs Mal in Serie Meister wird und seine Europa-League-Gruppe gewinnt, ist definitiv ein grosser Verein. Nach den Lehrjahren in Slowenien beginnt meine Karriere mit dem Schritt ins Ausland nun so richtig.»

Übrigens: Andraz Sporar ist der erste Slowene beim FC Basel. Mit ihm erhöht sich die Anzahl der Nationen der FCB-Ausländer auf 52. Die meisten Legionäre der Klubgeschichte stammen aus Deutschland (53), gefolgt von Frankreich (18) und Argentinien (13).

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