Eigentlich wäre am Samstag das Promotion-League-Derby zwischen dem FC Basel U21 und den Old Boys im Spielkalender gestanden, doch weil bei den Rotblauen gleich sieben Spieler wegen Nationalmannschaftseinsätzen nicht zur Verfügung gestanden hätten, musste mit dem 15. April ein Ausweichdatum gefunden werden.

Während Neftali Manzambi, Charles Pickel sowie Adonis und Albian Ajeti heute mit der U18-Nati ein Freundschaftsspiel in England bestreiten, ist das Programm von Nicolas Hunziker, Cedric Itten und Arxhend Cani deutlich anspruchsvoller.

Das Trio ist mit der U19 in Holland, wo die Eliterunde stattfindet. Nur der Erste der Vierergruppe qualifiziert sich für die EM in Griechenland, deshalb stehen die Rotweissen vor dem heutigen Spiel gegen Serbien, das dem Gastgeber mit 0:1 unterlag, unter Siegeszwang.

Drei im Einsatz

Der erste Match gegen Norwegen war am Donnerstag nämlich trotz klarer Vorteile für die Schweiz mit 0:1 verloren gegangen. Während Hunziker und der vom FCB an Servette ausgeliehene Robin Kamber durchspielten, wurde Itten kurz vor Schluss ausgewechselt. Cani hingegen erlebte den Match von der Bank aus.

Unter den Zuschauern im Sportpark in Marsdijk war mit Marco Walker auch ein Vertreter des FC Basel. Dass Exponenten der Rotblauen Juniorenländerspiele im Ausland besuchen, um dem eigenen Nachwuchs über die Schulter zu schauen, sei aber die Ausnahme, versichert Thomas Häberli. Der FCB-U21-Trainer bezeichnet den Informationsaustausch mit den Verbandstrainern als «hervorragend – wir sind im ständigen Dialog».

Informiert über die Spieler

Über die Leistungen seiner Spieler im Nati-Dress ist Häberli bestens informiert. Neben einer Matchzusammenfassung erhält er einen Trainerbericht, wo festgehalten wird, wie gut der Junior seine spezifische Aufgabe erfüllt hat (inklusive Benotung). In der Regel spricht der Vereinstrainer auch mit dem Spieler über den Einsatz für die Schweiz. Wie ein Elternteil, der mit seinem Kind die Zeugnisnoten durchgeht, fühlt sich Häberli dabei aber nicht: «Das ist keine Riesensache, denn meist steht bereits das nächste Meisterschaftsspiel im Fokus.»

Die Leistung in der Nati hat übrigens kaum Einfluss auf die Aufstellung des Vereinstrainers. «Ich freue mich immer, wenn einer meiner Spieler einen guten Match macht, doch in der Promotion League ist das Niveau höher als beispielsweise in einem U18-Länderspiel», hält Thomas Häberli fest.

Was aber eine Rolle spielt, ist der Termin. «Wenn einer am Donnerstag für die Nati spielt, muss man genau abwägen, ob man ihn bereits wieder am Samstag in der Meisterschaft bringt.» Meist gönnt Häberli einem stark beanspruchten Spieler eine Pause, denn die Verletzungsgefahr aufgrund von Überbelastung ist zu hoch. «Die Junioren sind das Kapital des Vereins. Es macht keinen Sinn, unnötige Risiken einzugehen», sagt der FCB-U21-Trainer.