Zuerst Shkelzen Gashi (23. Minute), dann Luca Zuffi (38.) und schliesslich noch Yoichiro Kakitani (74.). Gleich drei Neuzugänge im Kader des FC Basel schiessen am Samstag im Spitzenkampf gegen den FC Zürich ein Tor. Und nimmt man auch noch Matías Delgado dazu, der in der 86. Minute zum 4:1 trifft, und ebenfalls erst vor einem Jahr wieder zum FCB gestossen ist, dann sind es gar vier Neue, die gegen den Erzrivalen treffen.

Der quirlige Japaner

Aber es ist vor allem der Abend von Luca Zuffi und Yoichiro Kakitani. Der Japaner tut dem Basler Spiel gut. Er kommt in der 62. Minute für Shkelzen Gashi. Beim FCB läuft es zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Zürcher haben sich besser auf das Spiel der Basler eingestellt, nachdem sie noch in der ersten Halbzeit überrollt wurden. Der FCZ spielt jetzt härter. Und die Basler lassen es zu. Auch Kakitani bekommt gleich die Härte des Spiels zu spüren. Seine erste Ballberührung und schon wird er von Gilles Yapi unsanft von den Beinen geholt. Doch Kakitani bringt wieder Schwung ins Spiel, holt das Heimteam aus dem Tief. Dann kommt sein Moment in der 75. Minute. Ein Doppelpass mit Zuffi, dann schiebt Kakitani den Ball an FCZ-Goalie Da Costa vorbei. Der Ball zappelt im Netz. Der sonst so stille Japaner brüllt seine Freude heraus.

Die grosse Leere nach dem Tor

«Weiss» sei es in seinem Kopf gewesen, als er den Ball im FCZ-Tor untergebracht hat, beschreibt Kakitani seine Gefühlslage nach seinem ersten Tor für seinen neuen Klub. Erst noch in seinem ersten Heimeinsatz, im Spitzenkampf gegen den FC Zürich. Er spricht von einer totalen Leere in seinem Kopf in diesem Moment. «Ich bin sehr glücklich darüber, dass mir dieses Tor hier in diesem tollen Heimstadion gelungen ist», diktiert Kakitani nach dem Spiel den Journalisten via Übersetzer in die Notizblöcke. Er muss sich dabei an einer Wand anlehnen. Die Augen, der Kopf sind während des Gesprächs stets gesenkt.

Delgado mit seinem ersten Treffer

Nicht nur ein Tor gelingt dem Japaner an diesem Abend. In der 86. Minute spielt Kakitani einen Pass auf Delgado und der verwertet zum 4:1 – ebenfalls sein erstes Tor in dieser Saison. Genauso wie Luca Zuffi, der mit seinem ersten Tor für den FCB und einem Assist zum Matchwinner wurde. Die Transfers haben beim FCB eingeschlagenn. Und ganz offensichtlich funktioniert auch die Integration ins Team gut. Einige sprechen gar von einer grossen Familie. Zuffi und Gashi loben die gute Stimmung im Team. «Ich habe mich von Beginn weg wohl gefühlt in Basel», sagt der Ex-Thuner Zuffi. Und Erfolg schweisst ein Team oft noch mehr zusammen.
Da in der heimischen Liga zurzeit kein Team in Sicht ist, das den FCB gefährden kann, dürfte die Basler Familienidylle vorerst weiter bestehen.