Es ging für den bereits als Gruppensieger feststehenden FCB um nicht mehr viel: um die Siegprämie (360'000 Euro), um die Punkte für das UEFA-Ranking (zwei für den Sieg) - und insbesondere darum, keine Verletzungen einzuhandeln. Ersteres und Zweiteres gelang mit dem 1:0 bei Lech Poznan und dank dem Siegtreffer von Jean-Paul Boëtius nach 50 Minuten. Letzteres misslang, weil sich ausgerechnet das Personalproblem auf der Torhüterposition akzentuierte.

Germano Vailati, der Ersatz für den bis zum Jahreswechsel ausfallenden Stammkeeper Tomas Vaclik, verletzte sich vor der Halbzeit am Oberschenkel, Mirko Salvi, die 21-jährige nominelle Nummer 3 mit Challenge-League-Erfahrung bei Biel, musste einspringen. Ob Vailati am Sonntag im Cup-Viertelfinal gegen Sion spielen kann, ist offen. Fraglich könnte am Sonntag auch Birkir Bjarnason sein, der nach einer Stunde übel umknickte, immerhin aber noch 20 Minuten weiterspielte.

Den Sieg und damit den Klubrekord von 13 Punkten in einer internationalen Vorrunde verdankte der FC Basel Jean-Paul Boëtius, Taulant Xhaka und Ersatz-Ersatz-Keeper Salvi. Boëtius, weil der Holländer in der 50. Minute das 1:0 schoss, Xhaka wegen dessen sehenswerter Vorarbeit im rechten Couloir - und Salvi, weil dieser eine Viertelstunde vor Schluss den Ausgleich Posens mit einer starken Aktion bei einem eins-gegen-eins verhinderte.

Als Gruppensieger schuf sich der FC Basel eine günstige Ausgangslage für die K.o.-Phase. Mit Pech bei der Auslosung am kommenden Montag drohen gleichwohl Borussia Dortmund, Marseille, der FC Sevilla und Valencia als Gegner.

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