FC Basel

«90 Tage älter in 90 Minuten aber so glücklich!»

Der grosse Jubel und die grosser Erlösung nach dem Wahnsinn: Die FCB-Spieler bejubeln den Siegtreffer Zuffis.Keystone

Der grosse Jubel und die grosser Erlösung nach dem Wahnsinn: Die FCB-Spieler bejubeln den Siegtreffer Zuffis.Keystone

Ein normaler Matchbericht ist Ihnen zu langweilig? Kein Problem! Wir erzählen Ihnen die Geschichten der Partie mit all ihren Highlights, Emotionen und Besonderheiten in den besten Tweets, die während der Partie abgesetzt wurden.

Es gibt Dinge, die gibt es gar nicht. Oder Geschichten, die nur der Fussball schreibt. Und diese 90 Minuten, die am Donnerstagabend im Joggeli über die Bühne gingen, waren genau das. Es war ein Herzschlagfinale, ein Drama, ein Krimi, einfach purer Wahnsinn.

Zuffis erlösender Treffer in der 92. Minute.

Zuffis erlösender Treffer in der 92. Minute.

Doch vor allem waren es Emotionen. Schlicht und einfach Emotionen pur. Von der allerersten bis zur allerletzten Sekunde. Und genau deshalb sollen diese Emotionen eine grossen Platz finden hier. An erster Stelle.

Viel mehr müsste man zu diesem Spiel zwischen dem FCB und Saint-Etienne eigentlich nicht sagen. Denn es ist dieses Tor von Luca Zuffi, das zweite an diesem Abend, der Siegtreffer und der Treffer ins Glück, der in Erinnerung bleiben werden. Aber das Spiel, es war eben schon vor diesem Last-Minute-Tor in der 92. Minute schon - entschuldigen Sie den Ausdruck - geil. Es war spannend, eng, intensiv, hitzig, emotionsgeladen. Eben ein richtiges "Alles oder Nichts"-Spiel, wie man es sich wünscht. Angefangen hatte es gut für den FC Basel. Denn eben dieser Zuffi, der sein wohl wichtigstes Tor in seiner Karriere in der 92. Minute schiessen sollte, traf bereits zum 1.0 für den FCB. Und wie.

Da der FCB mit diesem Spielstand bereits durch gewesen wäre, kam da der eine oder andere Wunsch auf.

Doch auch wenn das 1:0 gereicht hätte, wirklich beruhigt waren die Fans nicht ...

... denn würde Saint-Etienne den Ausgleich erzielen, dann wären die Basler wieder raus aus der Europa League und der Traum vom Finale im eigenen Stadion sehr früh ausgeträumt. Aber diese französischen Gäste, die würden doch nicht ... oder doch?!

Der FC Basel war also raus, und das in der vorletzten Minute der regulären Spielzeit. Bitter, richtig, richtig bitter. Im Stadion war es still. Die Fans? Sprachlos. Ganze drei Minuten lang. Denn dann kam er, dieser magische Moment, an den man sich noch viel länger erinnern wird als er selber gedauert hatte. Und es war so simpel. Bjarnason flankt auf Lang, der versucht es mit einem Kopfball, der bei Zuffi landet, und der zieht ab. Und trifft. Und diese Sprachlosigkeit auf den Rängen, sie verwandelte sich in Extase. Und machte Zuffi zum ganz grossen Helden des Abends.

Es war eine Spannung in dieser Schlussphase, die nicht einmal Hollywood hätte produzieren können.

Und es war auch eine Spannung, die wohl die eine oder andere Spur hinterlassen dürfte.

Doch wie sagt man doch so schön, Schadenfreude ist die schönste Freude. Sogar in einem solchen Moment der vermeintlich unübertreffbaren Freude. Doch ein kleiner Blick auf die anderen Resultate - er sorgte für die perfekte Abrundung eines eigentlich sowieso schon perfekten Abends. Dieser Blick war quasi die Mini-Kirsche auf der normalen Kirsche auf dem Super-Überraschungseisbecher, der dieses Spiel war.

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