Raimondo Ponte, nehmen Sie die 0:6-Pleite gegen den FC Basel auf Ihre Kappe?

Raimondo Ponte: Ja. Ich wollte zu viel und habe dafür die Quittung einer Kanterniederlage erhalten. 

Was werfen Sie sich vor? 

Ich wollte etwas Positives machen und habe voll auf die Karte Risiko gesetzt. Diese Taktik war falsch. Sie ist nicht aufgegangen. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Wir hatten nach dem 0:1 zwei klare Chancen, haben diese aber nicht genutzt. Dann kassierten wir das 0:2. Danach liefen wir in den Hammer. 

Quelle: youtube.com/FC Aarau)

FC Basel - FC Aarau 6:0 (04.04.2015) Stimmen zum Spiel

Wir werfen Ihnen vor, dass die Startformation mit Daniel Gygax, Petar Sliskovic, Dante Senger, Frank Feltscher, Moreno Costanzo und Stephan Andrist viel zu offensiv ausgerichtet war. Einverstanden? 

Noch einmal: Ich habe etwas riskiert und habe verloren. Es soll keine Ausrede sein: Aber mit Sandro Burki und Dusan Djuric fehlten mir zwei wichtige Spieler. Zudem musste ich kurzfristig auch noch auf Innenverteidiger Juan Pablo Garat verzichten. Marco Thaler war zudem nicht bereit für einen Volleinsatz. Es ist nicht einfach, diese Spieler zu ersetzen. Mir fehlten gegen die Basler auch die Alternativen. 

Was werfen Sie den Spielern vor? 

Das Verhalten in der Defensive war schlecht. Wer im Spiel ohne Ball so krasse Abwehrfehler macht, kann gegen den FC Basel nicht bestehen. Das muss der Mannschaft klar sein. Wir haben nach dem Spiel die sechs Gegentore analysiert, wollen jetzt aber in die Zukunft schauen. 

Basel–Aarau 6:0 - die Tore

Basel–Aarau 6:0 - die Tore

Welche Lehren ziehen Sie aus dem blamablen 0:6? 

Eines kann ich versprechen: Einen solchen FC Aarau wie gegen Basel wird man unter meiner Führung nie mehr sehen. Trotzdem war auch gegen den FCB nicht alles schlecht. Bei Ballbesitz haben wir ansprechend kombiniert. Eines sage ich klipp und klar: Am nächsten Sonntag wird man im Brügglifeld gegen den FC Sion eine andere Mannschaft sehen. Im Verhalten in der Defensive müssen wir disziplinierter sein. Viel disziplinierter.