FC Aarau

Petar Sliskovic: «Es ist mir ein Rätsel, weshalb der Ball nicht reingehen will»

Petar Sliskovic und die Ratlosigkeit

Petar Sliskovic und die Ratlosigkeit

Nach dem 0:2 gegen den FC St. Gallen hadern die Spieler des FC Aarau vor allem mit dem eigenen Unvermögen vor dem gegnerischen Tor. Insbesondere Petar Sliskovic, der einmal mehr eine Gross-Chance ausliess. Doch nicht nur er ist zu wenig kaltblütig.

Petar Sliskovic steht sinnbildlich für die Tor-Misere im Sturm des FC Aarau. Es läuft die 70. Minute, als sich der 24-Jährige nach einem weiten Ball von Moreno Costanzo gegen den letzten St. Galler Verteidiger Stéphane Besle durchsetzt. Alleine vor Torhüter Daniel Lopar verliert Sliskovic aber die Nerven und schiebt ihm den Ball einem Rückpass gleich in die Beine.

Wieder nichts. Wie schon vor Wochenfrist gegen den FC Zürich (0:0), verpasst der Kroate seine Tor-Premiere im FCA-Dress auch diesmal aus aussichtsreicher Position. Sliskovic zeigt sich fast schon kreativ beim Auslassen von Gross-Chancen.

Sliskovic: «Es ist wie verflucht»

«Es ist mir selber ein Rätsel, weshalb der Ball einfach nicht reingehen will. Es ist wie verflucht», sagt Sliskovic nach Spielschluss und sucht verzweifelt nach Erklärungen. Allein: Er findet sie nicht. «Ich bin einfach sprachlos, dass es momentan nicht läuft. Jetzt müssen wir dringend diesen Bann brechen.»

Bei einer solchen Häufung von ausgelassenen Hochkarätern stellt sich natürlich auch die Frage nach der Qualität. «Das ist keine Frage der Qualität, sondern des Vertrauens», sagt Trainer Sven Christ. «Denn wir haben Chancen – klare Chancen. Es fehlt nur ganz wenig. Es fehlt ein Quäntchen.» An der Qualität von Sliskovic zweifelt Christ nicht im Geringsten: «Ich habe selten einen Spieler gesehen, der so hart an sich arbeitet. Ich bin von seinen Qualitäten so etwas von überzeugt.»

Nicht nur Sliskovic sündigte im Abschluss

Es wäre auch unfair, die FCA-Torflaute an Sliskovic alleine festzumachen. Da gibt es auch noch viele andere Sünder. So brachte etwa auch Costanzo – nach seinem Tor gegen Thun (1:1) immerhin einziger FCA-Torschütze in der Rückrunde – den Ball in der 82. Minute nicht an Lopar vorbei. Besle hatte zuvor als letzter Verteidiger den Ball gegen die YB-Leihgabe in Aarauer Diensten vertändelt. Costanzo aber spitzelte den Ball weit neben das Tor.

Eine weitere gute Einschussgelegenheit verpasste er in der 55. Minute: Nach einem Querpass von Stephan Andrist in den Rücken der Abwehr sah Costanzo seinen wuchtigen Schuss aus rund vierzehn Metern von St.-Gallen-Verteidiger Daniele Russo abgeblockt. Auch Senger blieb mit seinen beiden Kopfbällen (72./92.) aus besten Positionen ungefährlich – der Ball flog jeweils weit über das Tor.

St. Gallen zeigt, wie es geht

Bezeichnend ist schliesslich auch, wie das entscheidende Gegentor zum 0:1 in der 30. Minute zustande kam: Nachdem der St. Galler Offensivspieler Daniel Sikorski einen Abschlag von Goalie Lopar mit dem Kopf verlängerte, waren sich Igor Nganga und sein Torhüter Joël Mall uneinig. Beide zögerten, was Albert Bunjaku eiskalt ausnützte und die Gäste in Führung brachte. Dass Roberto Rodriguez einen Konter in der Nachspielzeit noch zum 2:0 nutzte, tat nichts mehr zur Sache.

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