FC Aarau

Olivier Jäckle: «Das hat gut getan, geschafft ist damit aber noch nichts»

Aaraus Olivier Jäckle (r.) im Zweikampf mit dem Basler Ahmed Hamoudi.

Aaraus Olivier Jäckle (r.) im Zweikampf mit dem Basler Ahmed Hamoudi.

Nach dem 2:1-Sieg gegen den FC Basel erhält die Hoffnung des FC Aarau auf den Ligaerhalt neuen Auftrieb. Mit dem Erfolg haben die Aarauer den Druck auf Abstiegskonkurrent Vaduz verstärkt.

Später Mittwochabend, Brügglifeld. Laute Bässe wummern durch die Katakomben des Aarauer Stadions. Nichts Aussergewöhnliches, eigentlich.

Und doch ist diesmal etwas anders: Zum ersten Mal seit langer Zeit kommt die musikalische Beschallung aus der Garderobe des Heimteams, des FC Aarau. Die Spieler geniessen den 2:1-Sieg gegen den FC Basel, der dem Team im Kampf um den Ligaerhalt neuen Auftrieb gibt.

«Das ist geil – wir leben»: FC-Aarau-Goalie Joël Mall nach 2:1 gegen FCB

«Das ist geil – wir leben»: FC-Aarau-Goalie Joël Mall nach 2:1 gegen den FCB.

«Das hat gut getan», sagt Olivier Jäckle nach dem Schlusspfiff. So kurz nach dem ersten Heimsieg seit dem 3:2-Erfolg über die Young Boys vom 5. Oktober 2014 - exakt 227 Tage nach dem letzten Heimerfolg. «Geschafft ist damit aber noch nichts», sagt der 22-Jährige unmittelbar darauf.

Ihm und seinen Teamkollegen ist natürlich klar, dass der Wert dieses Sieges über den Meister FCB auch davon abhängt, wie die Partie zwischen Vaduz und dem FC Zürich am Donnerstagabend ausgeht.

Das Traumgoal von Dusan Djuric in der 49. Minute war am Mittwochabend der zweite Treffer zugunsten der Aarauer.

Das Traumgoal von Dusan Djuric in der 49. Minute war am Mittwochabend der zweite Treffer zugunsten der Aarauer.

Das Vaduz-Spiel wird sich die Mannschaft nicht zusammen ansehen. «Ob er das Spiel sehen will, muss jeder für sich entscheiden. Schlussendlich müssen wir zwar auf die anderen hoffen, aber am Ende können wir nur auf uns selber schauen. Wenn wir nicht gewinnen, dann bringt alles nichts», sagte Jäckle und fügte an: «Durch unseren Sieg ist Vaduz jetzt etwas unter Druck.» Die Stimmung bei den FCA-Spielern ist verständlicherweise merklich besser als zuletzt. «Die Stimmung im Team war auch vorher nicht so schlecht. Wir waren einfach immer enttäuscht», so Jäckle.

Der Glaube erlebt einen neuen Schub

Dass es am Mittwochabend keinen Grund zur Enttäuschung gab, hatte auch mit dem FCB zu tun. Der teilweise etwas gar uninspiriert aufspielte und erst gegen Ende der Partie noch einmal ernsthaft Druck aufs Aarauer Tor machte. «Klar, der FCB war auch schon besser. Aber man muss auch dieses Spiel gewinnen», sagte Jäckle. «Am Ende fragt niemand mehr, was für einen FCB wir besiegt haben.»

Der Glaube auf den Ligaerhalt lebt beim FC Aarau wieder so richtig. «Natürlich haben wir auch vorher dran geglaubt. Es war einfach schwierig, ohne Erfolgserlebnis. Aber jetzt lebt der Glaube wieder umso mehr», sagt Jäckle.

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