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Nun ist es entschieden: Der Letten-Bomber muss den FC Aarau verlassen

Edgars Gauracs' Jubel nach seinem einzigen Tor für den FC Aarau gegen Sion im Juli 2014

Edgars Gauracs' Jubel nach seinem einzigen Tor für den FC Aarau gegen Sion im Juli 2014

Seit Wochen war im Umfeld des FC Aarau über den möglichen Verbleib von Edgars Gauracs auf dem Brügglifeld spekuliert worden. Nun ist der Entscheid gefallen: Der Vertrag mit dem 27-Jährigen wird nicht verlängert, er kehrt nach Lettland zurück.

Er hatte sich  gleich mit seinem ersten Kurzeinsatz beim FC Aarau den Übernamen «Letten-Bomber» verdient: Edgars Gauracs. Nun ist das Kapitel FC Aarau für den 27-jährigen Letten abgeschlossen. Seit Wochen war im Umfeld des Klubs über den möglichen Verbleib Gauracs' in Aarau spekuliert worden. Der Stürmer hatte immer wieder signalisiert, dass er trotz Abstieg gerne bleiben würde, um sich für die Unterstützung des Klubs während seiner langwierigen Verletzungspause zu bedanken.

Edgars Gauracs einziges Tor für den FC Aarau gegen den FC Sion (23.07.2014)

Edgars Gauracs einziges Tor für den FC Aarau gegen den FC Sion (23.07.2014)

Doch nun ist klar, dazu wird es nicht mehr kommen: «Wir haben am Freitag entschieden, dass wir den Vertrag mit ihm nicht verlängern», sagt FCA-Sportchef Urs Bachmann auf Anfrage der «az». Der Grund für den negativen Entscheid bezüglich einer Verlängerung von Gauracs Engagement in Aarau ist einfach: «Er hat nach seiner Verletzung bis heute nicht mehr an seine früheren Leistungen anknüpfen können», so Bachmann.

Starker Beginn, langer Leidensweg

Der Lette hatte in Aarau keine Anlaufzeit benötigt. Er kam, sah und traf – führte den FCA gleich bei seinem Debüt am 23. Juli 2014 zum 1:0-Sieg über den FC Sion. Nur vier Tage später zog er sich unglücklicherweisenach seiner Einwechslung gegen die Young Boys (1:1) einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Damit begann eine harte Leidenszeit auf dem Weg zurück auf den Platz.

Mit diesem Facebook-Post verabschiedet sich Edgars Gauracs vom FC Aarau und seinen Fans

Mit diesem Facebook-Post verabschiedet sich Edgars Gauracs vom FC Aarau und seinen Fans

Immer wieder kamen Meldungen, dass Gauracs nun wieder mit der Mannschaft trainiere. Immer wieder keimte die Hoffnung der Fans auf, der Stürmer könnte bald wieder für wichtige Tore sorgen. Doch jedes Mal kam auch wieder ein Rückschlag. Gauracs sei physisch wieder bereit, aber er habe noch eine Blockade im Kopf, hiess es seit dem Frühling immer wieder.

Am Samstag, 20. Juni, war Gauracs endlich wieder einmal im Dress des FCA aufgelaufen, hatte während eines Teileinsatzes im Testspiel gegen den FC Zürich (0:3) kurz nach seiner Einwechslung einen Lattenschuss zu verzeichnen. Doch offenbar vermochte er die Verantwortlichen beim Klub nicht davon zu überzeugen, dass er für die kommende Saison eine veritable Verstärkung im Angriff sein würde.

Rückkehr nach Lettland

Damit kehrt Gauracs zu seinem Stammverein Spartaks Jurmala in Lettland zurück. Der Klub darf aufgrund der Disqualifikation eines Konkurrenten aus der lettischen Vrsliga in der Europa-League-Qualifikation antreten und setzt deshalb auf ein breiteres Kader. Allerdings: Für die erste Qualifikationsrunde den montenegrinischen Vertreter Budućnost Podgorica (Hinspiel am 2. Juli, Rückspiel am 9. Juli) hat Spartaks Jurmala sein Aufgebot zwar bereits abgeben müssen, allerdings darf in der ersten Runde jeweils eine Nachmeldung gemacht werden.

Via Facebook verabschiedet sich Gauracs mit den Worten «Danke FC Aarau für alles!!! Hopp Aarau» vom Klub und von den Fans.

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