Challenge League

Nach wie vor sieglos: Aarau verliert zu Hause 1:2 gegen Winterthur

Der FC Aarau verliert sein Heimspiel gegen den FC Winterthur mit 1:2 und bleibt somit in der Challenge-League-Saison 2015/16 weiterhin sieglos. Der Abstiegsklub verharrt auf dem zweitletzten Platz.

Ein Pfeifkonzert vor der Pause, ein Pfeifkonzert nach dem Schlusspfiff: Der FC Aarau macht momentan schwere Zeiten durch. Sehr schwere Zeiten. An Einsatz und Willensstärke fehlt es der Mannschaft nicht. Und nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 von Sven Lüscher eine Viertelstunde vor Schluss bäumten sich die Spieler auf und drängten vehement auf den Ausgleich. Petar Sliskovic, Igor Nganga und Marvin Spielmann verpassten das 2:2 nur knapp. Der FC Winterthur wankte, aber er fiel nicht.

Mangel an Kreativität

So blieb es aus Sicht des FC Aarau beim 1:2 und der bitteren Erkenntnis, dass der Super-League-Absteiger auch in der zweithöchsten Spielklasse nicht vom Fleck kommt. Was aber ist der Hauptgrund für die magere Ausbeute? Es fehlt an Qualität. Es fehlt ein Goalgetter, ein Knipser. Die Stürmer Mart Lieder und Petar Sliskovic treffen das Tor nicht. Ihnen allein die Schuld für die sportliche Misere in die Schuhe zu schieben, ist falsch.

Aus dem Mittelfeld kommt ebenfalls zu wenig. Auch hier fehlt es an Ideen, an Kreativität, an Durchschlagskraft! Dass Captain Sandro Burki gegen Winterthur erneut der gefährlichste Aufbauspieler war, spricht Bände. Erschreckend ist auch die Vielzahl von technischen Fehlern und Missverständnissen. Kein Wunder also, dass sich der FC Aarau nach fünf Runden mit drei Zählern auf Rang 9 findet – punktgleich mit dem Letzten Le Mont!

Viel Aufwand, kein Ertrag

Dabei begann die Partie vor 3419 Zuschauern im Brügglifeld nicht so schlecht: Der FC Aarau war in der ersten Halbzeit das spielbestimmende Team und betrieb einen Riesenaufwand. Burki hatte Pech, dass sein Freistoss aus 17 Metern kurz vor Ablauf einer halben Stunde an die Latte prallte. Lieder hatte das 1:0 auf dem Fuss. Das war’s dann aber auch schon.

Und was machte Winterthur? Nichts! Die Zürcher warteten geduldig auf ihre Chance. Und als Marco Mangold in der elften Minute mutterseelenallein in Richtung Strafraumgrenze laufen konnte, bezwang er Ulisse Pelloni mit einem haltbaren Schuss aus 17 Metern. Und kurz vor der Pause traf Patrick Bengondo mit einem Bogenball aus 30 Metern zum 2:0.

Die Parallelen zu YB

Wer die aktuelle Situation des FC Aarau betrachtet, erkennt durchaus Parallelen mit jener von YB. Die Berner setzten sich vor dieser Saison einen Titel zum Ziel. Die Aarauer sprachen vom Wiederaufstieg. Beide Klubs sind meilenweit von der Vorgabe entfernt. Bei YB wurde Trainer Uli Forte wegen des mässigen Starts in die Saison nach drei Runden und drei Unentschieden entlassen.

Beim FC Aarau ist Livio Bordoli noch im Amt. Ein Rausschmiss des Trainers nach fünf Spielen kommt für die Klubverantwortlichen nicht in Frage. Das muss auch nicht sein. Aber eines steht fest: Bordoli steht unter Druck. Am nächsten Sonntag im Cupspiel gegen den Erstligisten Zürich United muss endlich der erste Sieg her. Wenn nicht, muss die Trainerfrage zum Thema werden.

Telegramm:

Aarau - Winterthur 1:2 (0:2)

3419 Zuschauer. - SR Fändrich. - Tore: 11. Mangold 0:1. 44. Bengondo 0:2. 76. Lüscher 1:2. - Bemerkungen: 25. Freistoss von Burki (Aarau) an die Latte.

Liveticker:

Scribble Live, Challenge League, FC Aarau - FC Winterthur

Meistgesehen

Artboard 1