Super League

Nach Vertragsbruch mit FC Aarau: Chris Malonga trainiert mit Lausanne-Sport!

Chris Malonga will wieder für Lausanne auf Torejagd gehen - trotz Vertrag mit dem FC Aarau.

Chris Malonga will wieder für Lausanne auf Torejagd gehen - trotz Vertrag mit dem FC Aarau.

Der kongolesische Nationalspieler Chris Malonga unterschrieb vor Monaten einen Vertrag beim FC Aarau. Doch der Offensivspieler ist nie in Aarau erschienen - Vertragsbruch! Nun soll Chris Malonga schon bald für Lausanne-Sport spielen.

Aarau, Anfang Juli. Die FCA-Crew freut sich auf Neuzugang Chris Malonga vom portugiesischen Spitzenverein Guimaraes. Man konnte einen Transfercoup verzeichnen. Doch der kongolesische Nationalspieler erscheint nach der Sommerpause nicht zum Training. Vom 27-Jährigen fehlt jede Spur - bis heute: Chris Malonga trainiert in diesen Tagen bei Challenge-Ligist Lausanne!

«Ja, wir sind an Chris Malonga interessiert», bestätigt Trainer Francesco Gabriele auf Anfrage der az. «Wir gehen davon aus, dass er bis Ende Woche einen Vertrag unterschreiben wird.» Und die Chancen stehen tatsächlich sehr gut, wie «24 heures» schreibt.

In den nächsten Tagen – das Transferfenster schliesst am Sonntag – soll die Verpflichtung bekannt gegeben werden. Es wäre eine Rückkehr: Malonga spielte bereits in der Saison 2012/13 für Lausanne-Sport.

Beim FC Aarau reibt man sich verwundert die Augen: Der Spieler, mit dem man einen einen gültigen Vertrag abschloss, heuert bei seinem Ex-Verein in Lausanne an. «Der FC Aarau hat Lausanne über den laufenden Vertrag mit Malonga informiert», sagt FCA-Sportchef Urs Bachmann lediglich dazu.

Chris Malonga vernaschte in der Saison 12/13 die Servette-Abwehr und jubelt über seinen Treffer

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Für Malonga nach Portugal gereist

Rückblende: Sportchef Urs Bachmann reist im Februar nach Portugal, um mit Malonga zu verhandeln. Sie werden sich einig, der Kongolese unterschreibt einen Vorvertrag.

In diesem Vorvertrag sind alle notwendigen Elemente festgehalten, wie etwa Dauer oder Lohn. Malonga hat den Vertrag unterschrieben. «Der Vertrag ist bindend und müsste eingehalten werden. Wir haben beim Weltfussballverband Fifa eine Klage eingereicht», sagte FCA-Anwalt Michael Hunziker im Frühsommer.

Klage bei der Fifa hängig

Diese Klage ist bis heute bei der Fifa hängig. Malonga dürfte demnach bei Lausanne überhaupt keinen Vertrag unterschreiben. Auf Anfrage der az will der FCA-Anwalt zur neusten Entwicklung nichts sagen und beruft sich auf das Anwaltsgeheimnis.

Klar ist: Unterschreibt Malonga bei Lausanne einen Vertrag, muss die Fifa aktiv werden. Fortsetzung der Geschichte folgt bestimmt! (sha/ruku)

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