FC Aarau

Marco Schällibaum: «Ich bin überzeugt, dass wir es aus dieser Krise schaffen»

Premiere: Der neue Trainer Marco Schällibaum steht während der Partie gegen Biel zum ersten Mal beim FC Aarau an der Seitenlinie

Premiere: Der neue Trainer Marco Schällibaum steht während der Partie gegen Biel zum ersten Mal beim FC Aarau an der Seitenlinie

Bei der 1:3-Niederlage des FC Aarau gegen den FC Biel stand der neue Trainer Marco Schällibaum erstmals an der Seitenlinie. Die erneute Pleite des Challenge-League-Schlusslichts konnte der 53-Jährige aber auch so nicht verhindern.

Marco Schällibaum erlebte beim FC Aarau ein Einstand in mehreren Etappen: Kurz vor der Partie in Winterthur (1:1) hatte der 53-Jährige den Vertrag beim Super-League-Absteiger unterschrieben und verfolgte sein neues Team von der Tribüne aus. Es folgten die Partie gegen Lausanne (0:3) und der Cup-Achtelfinal gegen Le Mont (2:0). Wegen noch zwei abzusitzender Spielsperren durfte der neue Trainer auch diese beiden Partien nur von der Tribüne aus verfolgen.

Marco Schällibaum muss von Tribüne aus mitleiden

Marco Schällibaum muss von Tribüne aus mitleiden (27.10.2015)

Schliesslich durfte Schällibaum am Sonntag in Biel endlich dort Platz nehmen, wo ein Trainer normalerweise sitzt: auf der Trainerbank. Die 1:3-Niederlage seines neuen Teams konnte er aber auch direkt an der Seitenlinie nicht verhindern. «Ich habe bereits bei der Unterschrift gewusst, dass es nicht einfach werden würde», sagte Schällibaum am Tag nach seinem echten Einstand. «Natürlich erschweren sich nach dieser Woche gewisse Dinge. Trotzdem bin ich noch voller Überzeugung, dass wir es aus dieser Krise schaffen werden.»

«Ein Aufbäumen war da»: Cheftrainer Marco Schällibaum und Captain Sandro Burki zum Spiel FC Biel/Bienne - FC Aarau 3:1 (01.11.2015, Runde 14)

«Ein Aufbäumen war da»: Cheftrainer Marco Schällibaum und Captain Sandro Burki zum Spiel FC Biel/Bienne - FC Aarau 3:1 (01.11.2015, Runde 14)

«Sind definitiv im Abstiegskampf»

Und diese Krise ist nicht von der Hand zu weisen. Erst zwei Siege und 13 Punkte hat der FCA aus mittlerweile 14 Meisterschaftsspielen geholt. Das ist viel zu wenig. «Es muss jetzt ein Umdenken stattfinden. Wir befinden uns nun definitiv im Abstiegskampf. Da braucht es noch mehr Einsatz und Willen», sagt Schällibaum.

Spielerische Fortschritte sind beim FCA seit dem Amtsantritt des neuen Trainers durchaus zu erkennen. Die Mannschaft hat mehr Ballbesitz, ist gewillt etwas zu unternehmen. Und doch lässt man immer wieder die letzte Konsequenz vermissen. «Das ist sicher so. Die letzten 20 Meter sind entscheidend. Sowohl vorne, als auch hinten. Da muss man den Unterschied machen und da haben wir Mankos», sagt Schällibaum.

Zwei Premieren für Schällibaum

Neben seinem Debüt auf der FCA-Trainerbank erlebte Schällibaum in Biel eine weitere Premiere: Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Luca Gut kam es zu einer Aussprache des Trainers und der Mannschaft mit den mitgereisten Fans. «Das war speziell. Das habe ich so noch nie erlebt», sagt Schällibaum am Montag. «Ich habe das Gefühl, dass wir uns gegenseitig verstanden haben. Das ist sehr wichtig, denn wir sind auf die Unterstützung der Fans angewiesen. Also sollen sie auch spüren und sehen, dass wir alles geben.»

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