FC Aarau

Joël Mall: «Ich trage eine Mitschuld»

Augen zu und durch: Aaraus Torhüter Joël Mall wehrt sich gegen die St. Galler Angreifer.

Augen zu und durch: Aaraus Torhüter Joël Mall wehrt sich gegen die St. Galler Angreifer.

Der Aarauer Torhüter Joël Mall übt nach dem 0:3 gegen St. Gallen Selbstkritik. Vor allem die Art und Weise, wie der FCA verloren hat, lässt dem jungen Torhüter keine Ruhe. Dem Schiedsrichter die Schuld zuweisen will er aber nicht.

Joël Mall, wie fühlen Sie sich nach der Pleite gegen den FC St. Gallen?

Joël Mall: Schlecht. Ich rege mich am Tag nach dieser blöden und unnötigen Niederlage immer noch fürchterlich auf. Um mich etwas abzulenken, habe ich versucht, mit meiner Freundin etwas zu unternehmen. Das ist mir nach dem 0:3 allerdings nicht so richtig gelungen.

Was regt Sie am meisten auf?

Mich nervt die Art und Weise, wie wir verloren haben. Das Spiel stand lange Zeit auf Messers Schneide. Wir hatten sowohl in der ersten Halbzeit als auch beim Stand von 0:1 genügend Chancen, um die Partie auf unsere Seite zu zwingen. Wir waren im Abschluss ganz einfach zu wenig effizient. Und natürlich ärgert mich auch der erste Gegentreffer kurz vor der Pause.

Nehmen Sie das 0:1 auf Ihre Kappe?
Ich trage sicherlich eine Mitschuld. Ich hätte nach dem Corner von Yannis Tafer aggressiver zum Ball gehen müssen. Ich hätte den Ball wegfausten müssen. Allerdings war die Situation nicht einfach. Albert Bunjaku und Dzengis Cavusevic nahmen mich im entscheidenden Moment in die Zange. Und dann flog der Ball unglücklicherweise direkt vor die Füsse vom Torschützen Stéphane Besle. In dieser Aktion lief alles, wirklich alles gegen uns.

Schlecht ausgesehen haben Sie auch beim Treffer zum 0:3: Der Schuss von Geoffrey Tréand landete in der Torhüter-Ecke.
Beim 0:3 wurde ich auf dem falschen Fuss erwischt. Der Schuss von Tréand wurde von Bruno Martignoni noch abgefälscht. Da konnte ich nichts machen.

Für einen Grossteil der 4848 Zuschauer war Stephan Klossner der Hauptschuldige für die Niederlage des FC Aarau: Wie beurteilen Sie die Leistung des Berner Fifa-Schiedsrichters?

Wir müssen die Fehler in erster Linie bei uns und nicht beim Schiedsrichter suchen. Sagen wir es mal so: Der Schiedsrichter war sicherlich nicht auf unserer Seite. Stephan Andrist beispielsweise konnte machen, was er wollte – der Spielleiter pfiff immer gegen ihn.

1:2 gegen GC, 3:2 gegen YB und 0:3 gegen St. Gallen. Wie erklären Sie sich die Leistungsschwankungen des FC Aarau?

Der FC Aarau kann und darf nicht den Anspruch haben, immer zu gewinnen. In der Super League ist für uns jedes Spiel eng. Es sind einzelne Aktionen, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Wir müssen versuchen, das Glück zu erzwingen. Gegen YB ist uns das gelungen. Gegen St. Gallen leider nicht.

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