Nach einer knappen Stunde war der Mist auf dem Utogrund geführt. Einen Schuss des eingewechselten Mart Lieder hatte Goalie Dragan Djukic nicht blockieren können und Marvin Spielmann das 3:0 ermöglicht. Damit war der Widerstand des FC United Zürich endgültig gebrochen, und die Gäste aus Aarau konnten sich bis zum Ende noch zu einem komfortablen 5:0-Sieg kombinieren.

Stimmen zum Spiel: Interview mit Luca Radice sowie mit Cheftrainer Livio Bordoli.

Stimmen zum Spiel: Interview mit Luca Radice sowie mit Cheftrainer Livio Bordoli.

Zuerst schloss Lieder die schönste Kombination der Partie auf Zuspiel von Spielmann zum 4:0 ab (73.), und vier Minuten vor Schluss doppelte der Holländer nach, als er eine Flanke von Igor Nganga zum 5:0-Endstand ins Tor lenkte. «Mit einem 5:0 habe ich vor dem Spiel sicher nicht gerechnet», sagte der Aarauer Trainer Livio Bordoli danach, «wir wussten ja, welch gute Mannschaft der FC United Zürich ist. Aber die frühen Tore in beiden Halbzeiten haben uns natürlich gutgetan.»

Radice trifft beim Comeback

Schon nach vier Minuten war es Luca Radice bei seinem Comeback nach einer Verletzungspause gelungen, seinen Wert für den FC Aarau zu unterstreichen. Volley schlug er eine Hereingabe von Kim Jaggy zur Führung ins Tor und profitierte dabei vom schwachen Abwehrversuch Djukics.

Damit hatte das Spiel einen Anfang genommen, wie er aus Sicht von United-Trainer Ryszard Komornicki unerwünschter nicht hätte sein können. «Ich hatte gehofft, wir könnten möglichst lange das 0:0 halten und die Aarauer ein wenig nervös machen», sagte der Pole. Weil aber sein Stürmer Önder Cengel unmittelbar vor dem Tor der Gäste mit einem Distanzschuss nur die Latte getroffen hatte, war auf der Anzeigetafel statt 1:0 nun 0:1 zu lesen.

In der Folge lieferte der Erstligist dem Gast bis zur Pause ein Spiel auf Augenhöhe und es wurde nicht ersichtlich, dass die Aarauer in der Meisterschaft zwei Ligen höher kicken. Doch Dein Barreiro verpasste es, einen Aussetzer in der gegnerischen Abwehr zum Ausgleich auszunützen.

Je zwei Tore von Spielmann und Lieder

Als die Zürcher nach der Halbzeit dann mit neuem Mut auf den Rasen zurückkamen, wurden sie erneut vier Minuten nach Beginn in den Senkel gestellt. Mit einem präzisen Weitschuss traf Spielmann zum 2:0 (49.) und zog den Gastgebern damit den Zahn. «Mit unserem zweiten Tor war das Spiel entschieden», sagte Bordoli, wollte Spielmann, den auffälligsten Aarauer, aber nicht uneingeschränkt loben.

«Er war zwar für den Gegner ein ständiger Gefahrenherd, doch vor der Pause haben mir ein paar Ballverluste nicht gefallen.» Aber natürlich war der Tessiner in erster Linie zufrieden, dass er mit seinem neuen Team im sechsten Pflichtspiel endlich den ersten Sieg eingefahren hatte. «Dieser gibt uns sicher Selbstvertrauen für das Spiel am Freitag in Schaffhausen», sagte Bordoli. Dort soll es dann auch in der Challenge League den ersten Sieg geben.

Komornicki seinerseits hofft, dass seine Mannschaft bis zum Meisterschaftsspiel am Mittwoch in Thalwil wieder bei Kräften ist. «Deshalb habe ich eine halbe Stunde vor Schluss einen Dreifachwechsel vorgenommen. Ob wir 0:3 oder 0:5 verlieren, ist letztlich egal. Mir war klar, dass es kräftemässig schwierig würde. Wegen Ferienabsenzen war meine Mannschaft erst eine Woche vor dem Cupspiel komplett.»

United Zürich - FC Aarau 0:5 (0:1)

Utogrund. – 750 Zuschauer. – SR Superczynski. - Tore: 4. Radice 0:1. 49. Spielmann 0:2. 57. Spielmann 0:3. 73. Lieder 0:4. 86. Lieder 0:5.

United Zürich: Djukic; Temperli, Peters, Sbarra, Desole; Haziri (63. Bushati), Sulimani; Weller, Barreiro (63. Masmanidis); Cengel, Franjic (63. Uzelac).

Aarau: Deana; Nganga, Martignoni, Thaler, Jaggy (60. Carlinhos); Jäckle; Radice, Burki, Perrier, Spielmann; Sliskovic (54. Lieder).

Bemerkung: United ohne Exouzidis (verletzt). Aarau ohne Garat (gesperrt). Stoller (verletzt). 3. Lattenschuss Cengel (United).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

Scribblelive, Schweizer Cup: Zürich United - FC Aarau