Der 24-jährige Österreicher spielte zuletzt in der zweiten Mannschaft des FC St. Gallen, wo ihm 15 Tore (in 27 Spielen) gelangen. Zuvor war der Offensivspieler auch schon für den Nachwuchs von Bayern München aufgelaufen, ehe er via Pasching, seinen Heimatverein Dornbirn sowie Schwarz-Weiss Bregenz vor eineinhalb Jahren in die Ostschweiz wechselte, um sich einen Namen als Goalgetter zu machen.

Im Brügglifeld entwickelte sich nach seinem frühen Doppelpack ein müder Sommerkick mit seltenen Chancen. Die Aarauer standen sicher in der Defensive, brachten aber selbst nur wenig Abschlüsse auf das gegnerische Tor zustande. Oftmals flogen die Versuche am Ziel vorbei; schliesslich traf Neuzugang Carlinhos in der Nachspielzeit vom Penaltypunkt zum Endstand, nachdem er selbst gefoult worden war.

Erstes Spiel für Michael Perrier

Neun Tage vor dem Meisterschaftsstart liess Aarau-Cheftrainer Livio Bordoli - wie schon in den vorangegangen Testspielen - ein 4-2-3-1-System spielen, wobei Neuling Michael Perrier als kämpferische Ergänzung zu Captain Sandro Burki auf der Doppelsechs zu seinem Debüt im FCA-Trikot kam. Es ist durchaus möglich, dass die heutige Startformation - abgesehen von Testspieler Mujic - auch am übernächsten Montag beim ersten Heimspiel der neuen Saison gegen den FC Wohlen so auflaufen wird.

Im Tor stand Neuzugang Steven Deana. Auf eine Entscheidung in der Goalie-Frage vermag dieser Umstand jedoch nicht hinzudeuten. Einerseits zeigte sich Deana bei seinen bisherigen  Einsätzen nicht immer stilsicher. Andererseits profitiert er von einer erneuten Verletzung an der Hand seines Kontrahenten Ulisse Pelloni. Der 21-Jährige zog sich eine Schnittwunde zu und konnte aus diesem Grund zuletzt nur reduziert an den Einheiten teilnehmen. Er wird am Montag wieder voll in den Trainingsbetrieb einsteigen können.

Kim Jaggy weilt am Gold Cup

Die Verteidigung stellt sich momentan von alleine auf. Auf den Aussenpositionen dürften Igor Nganga und Bruno Martignoni (gegen Rapperswil angeschlagenen ausgeschieden) gesetzt sein. Letzterer kann Profit schlagen aus der Abwesenheit von Stammspieler Kim Jaggy, der die Nationalmannschaft von Haiti am Gold Cup in den USA vertritt - und immer noch Chancen auf ein Weiterkommen besitzt. Im Zentrum streiten sich Juan Pablo Garat, Olivier Jäckle und Marco Thaler um zwei Plätze - Ausgang offen. Ursprünglich war Jäckle auch eine Option für das defensive Mittelfeld gewesen.

Dort herrscht nach der jüngsten Verpflichtung von Michael Perrier (Sion) ein Überangebot - zusammen mit Captain Burki und den beiden weiteren Neuzugängen Carlinhos und Fabian Stoller. Ebenso umkämpft sind die Aussenbahnen, wo sich mit Henry Acosta, Sven Lüscher, Ridge Mobulu, Daniele Romano und Christopher Teichmann gleich fünf Spieler Hoffnungen auf einen Einsatz machen.

Hingegen wurde der bisherige Flügelspieler Luca Radice in der Vorbereitung stets als Zehner (also im Zentrum) aufgestellt. Gegen Rapperswil wich er nach der Pause auf die altbekannte Flügelposition aus, um Platz zu machen für den Brasilianer Carlinhos, welcher sich auf einer für ihn ungewohnt offensiven Position versuchen durfte.

Kandidaten für die Offensive 

Ein grosses Fragezeichen bleibt im Sturm, wo Petar Sliskovic nach dem Eingriff am Meniskus noch zwei und bis drei Wochen ausfallen wird; sein Ersatzmann Marvin Spielmann war den Beweis bislang schuldig geblieben, eine „gewichtige“ Alternative in der Offensive zu sein.

Daher werden mit dem heutigen Doppeltorschützen Deniz Mujic sowie Shpetim Sulejmani (zurzeit angeschlagen) zwei Kandidaten für das Sturmzentrum getestet. Hingegen ist der Holländer Mart Lieder vom Eredivisie-Absteiger Dordrecht bereits wieder abgereist, weil sein Berater noch vor dem heutigen Testspiel auf dem Abschluss eines Vertrages beharrt hatte.

Am Montag reist der FCA in ein dreitägiges Kurztrainingslager nach Freiburg im Breisgau, welches am Mittwochabend (17 Uhr, in Sexau) mit einem letzten Vorbereitungsspiel gegen den Karlsruher SC aus der 2. Bundesliga abgeschlossen wird. Am übernächsten Montag wird die Mission Wiederaufstieg mit einem Heimspiel gegen den Kantonsrivalen FC Wohlen in Angriff genommen. Diese Begegnung wird um 19.45 Uhr im Stadion Brügglifeld angepfiffen.