«Das sind mehr Unterschriften, als für eine Volksinitiative erforderlich wären», meinte Stadtrat Lukas Pfisterer, als ihm René Kunz und die ihn begleitenden FC Aarau-Fans vor dem Rathaus die Petition überreichten. «Der Regierungsrat, der Stadtrat und die Einsprecher sollen endlich den Gordischen Knoten lösen», fordern sie.

Gerade jetzt brauche der FCA Aufbruch- statt Abbruchstimmung. Für die Stadt und die Region werde sich das neue Stadion wirtschaftlich und gesellschaftlich positiv auswirken.

Geduldsprobe dauert an

Die Geduld der FC Aarau-Fans wird tatsächlich auf eine harte Probe gestellt: Am 9. Juli ist die Beschwerde gegen die Baubewilligung eingegangen. Gestritten wird um die Mantelnutzung. Anfang September bestätigte der Regierungsrat, dass dies fristgerecht geschehen ist. Noch immer liegt der Ball beim Regierungsrat, der über die Beschwerde befinden muss.

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«Wir hofften, dass noch dieses Jahr ein Entscheid fällt», sagte Stadtrat Pfisterer. Doch daraus wird wohl nichts. Beim Kanton erhält man seit Monaten die gleiche vage Antwort: Das Verfahren mit Schriftwechsel, Stellungnahmen der Parteien, Auswertung von Eingaben und Anträgen laufe noch. Regierungsratssprecher Peter Burri: «Sobald der Regierungsrat über die Beschwerde entschieden hat, werden wir aktiv kommunizieren.»

Beschleunigen kann die Petition das Verfahren nicht. Dessen Dauer hängt weitgehend von den Parteien, dem Einsprecher und der Bauherrschaft, ab. Da man von der Petition, eine reine Willensäusserung, wenig Wirkung erhofft, war sie auch in Kreisen der FCA-Fans umstritten. Immerhin hat gemäss Kunz der ganze FC auch unterschrieben.