Deftig und schwer ist die Kost allemal, die über die Theke zu den hungrigen Fasnächtlern wandert. So auch die «Chäs-Schnitte» von Pierre Schaub. Als «Chäs-Pierre» verkauft er Toasts mit einer reichhaltigen Mischung aus Emmentaler, Gruyère und Tête de Moine. Wer solch eine schmackhafte Kalorienbombe im Magen hat, ist bestens gerüstet für eine lange Nacht. «Unsere Chäs-Schnitten geben einen guten Boden», lacht Christine Schaub. Es erstaunt daher nicht, dass die Nachfrage am Abend und in der Nacht am grössten ist.

Omnipräsent in der Innenstadt sind die Grillstände. Würste aller Art brutzeln auf den heissen Bratrosten, wobei neben den beiden Klassikern, dem Klöpfer und der Kalbsbratwurst, auch die Curry- oder die scharf gewürzte Merguezwurst ihren Weg an die Basler Fasnacht fanden. Aussergewöhnliches wird gerne probiert. So bezeichnet der Geschäftsführer der Kuhn Metzgerei, François Schluraff, die Wildschweinbratwurst als eigentlicher Verkaufsschlager.

Ein weiterer Publikumsmagnet sind die nicht alltäglichen Gerichte von Seppe-Toni's Läberlibude. Bis zu eineinhalb Stunden steht die Kundschaft für dessen frisch zubereiteten Leberlis an, die beispielsweise mit Cognac, saurem Most oder Calvados abgeschmeckt werden. Eine schlemmende Kundin bezeichnet es gar als obligatorisch, mindestens einmal pro Fasnacht Leber zu essen.

Dank den warmen Temperaturen boomen die Essenstände in der Innenstadt. Unabhängig von den kulinarischen Vorlieben, hungrig bleibt an der Fasnacht niemand.