Nationalratswahlen

So verteilen sich die Zürcher Parteien im Nationalrat

35 Zürcher sitzen in den nächsten vier Jahren im Nationalratssaal.

35 Zürcher sitzen in den nächsten vier Jahren im Nationalratssaal.

Die Zürcher Nationalratssitze sind verteilt. Die SP kann zwei Sitze zulegen. Die SVP ist mit 11 Sitzen die stärkste Partei.

Die Bürgerlichen und die Linke gehen gestärkt aus den Zürcher Nationalratswahlen hervor. SVP und FDP gewannen einen Sitz, die SP gleich deren zwei. GLP und BDP, die Gewinner der Wahlen 2011, sind diesmal mit je einem Sitzverlust auf der Verliererseite.

Auch die Grünen verloren - wie schon vor vier Jahren - ein Mandat. SP und Grüne haben zusammen neu 11 Sitze (+1), SVP und FDP 17 (+2). Die Mitteparteien büssten zwei ihrer bisher 9 Sitze ein. Im Kanton Zürich wurden 35 Nationalratsmitglieder gewählt, eines mehr als bisher.

Die Zürcher Stimmberechtigten wählten nicht weniger als fünf Bisherige ab, gleich viele wie vor vier und vor acht Jahren. Allein bei der SVP müssen drei langjährige Nationalräte ihren Sitz zugunsten von Jüngeren räumen: Christoph Mörgeli, Hans Fehr und Ernst Schibli.

Zweiter SVP-Bundesratssitz: Auf keinen Fall!

Zweiter SVP-Bundesratssitz: Auf keinen Fall!

Wegen Sitzverlusten abgewählt wurden Thomas Maier (GLP) und Rudolf Winkler (BDP). Die prominentesten Neuen sind zwei Quereinsteiger, "Weltwoche"-Chef Roger Köppel (SVP) und Ex-Botschafter Tim Guldimann (SP).

Sechs Neue in der SVP-DelegationDie drei grössten Parteien im Kanton sind auf der Gewinnerseite. Weiterhin klar am stärksten ist die SVP, die 12 Sitze erreichte. Sie machte einen Teil des 2011 verlorenen Wähleranteils wieder gut und kam auf 30,7 Prozent (+0,8 Prozentpunkte). Zur neuen SVP-Delegation gehören sechs Bisherige und neu Roger Köppel, Hans-Ueli Vogt, Barbara Steinemann, Bruno Walliser, Claudio Zanetti und Mauro Tuena.

Die SP steigerte sich auf 21,4 Prozent (+2,1 Prozentpunkte) und machte - nicht zuletzt dank der Listenverbindungen mit der AL - einen doppelten Sitzgewinn. Sie stellt neu 9 Nationalrätinnen und Nationalräte. Zusammen mit Tim Guldimann ziehen mit Mattea Meyer, Min Li Marti, Priska Seiler-Graf und Angelo Barrile gleich vier weitere Neue nach Bern.

FDP-Zuwachs weniger stark als bei kantonalen WahlenDie Freisinnigen legen nicht so stark zu wie vor einem halben Jahr bei den Kantonsratswahlen, der Gewinn um 3,7 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent reichte aber für einen zusätzlichen fünften Sitz. Neu gewählt wurde Regine Sauter.

Energiewende ade?

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Die Grünliberalen, die 2011 fast zu den Freisinnigen aufgeschlossen hatten, fielen wieder zurück auf die Stärke von 2007, als sie erstmals antraten. Sie müssen - mit einem Wähleranteil von 8,2 Prozent (-3,3) - den vierten Sitz wieder abgeben. Über die Klinge springen muss Thomas Maier.

Die Grünen kamen auf 6,9 Prozent (-1,5) und büssten einen weiteren Sitz ein. Da nur zwei Bisherige wieder antraten, wurde niemand abgewählt. Bei der BDP ging einer der beiden Sitze, die die Partei beim Debüt 2011 schaffte, wieder verloren. Kurz war die Episode auf nationaler Ebene für Rudolf Winkler. Er war erst Anfang Jahr nachgerutscht und muss bereits wieder abtreten.

Die Nationalrätinnen von CVP und EVP schafften die Wiederwahl. Die CVP verteidigte mit 4,2 Prozent (-0,9 ) ihre zwei Sitze, die EVP mit 3,1 Prozent (unverändert) ihren einen.

Von den Stimmen der EDU profitierte die Listenpartnerin SVP, von jenen der AL die SP. Beide kleinen Parteien kamen knapp über die 2-Prozent-Marke. Die Wahlbeteiligung war mit 47,25 Prozent etwas höher als vor vier Jahren (46,96 Prozent). Sie liegt über dem Durchschnitt der letzten 40 Jahre.

Gründe für nationalen Rechtsrutsch

Gründe für nationalen Rechtsrutsch

Die Verteilung der 35 Sitze im Kanton Zürich werden wie folgt verteilt.


SVP 12 (zuvor 11)

Roger Köppel mit 178'090 Stimmen
Rickli Nathalie mit 167'185 Stimmen
Rutz Gregor mit 144'629 Stimmen
Heer Alfred mit 142'983 Stimmen
Matter Thomas mit 141'215 Stimmen
Vogt Hans-Ueli mit 140'311 Stimmen
Egloff Hans mit 135'338 Stimmen
Stahl Jürg mit 132'800 Stimmen


Steinemann Barbara 131'018 Stimmen
Walliser Bruno mit 128'661 Stimmen
Zanetti Claudio mit 125'822 Stimmen
Tuena Mauro mit 125'066 Stimmen

 SP 9 (zuvor 7)

Jositsch Daniel mit 141'209 Stimmen
Badran Jacqueline mit 125'795 Stimmen
Galladé Chantal mit 115'196 Stimmen
Guldimann Tim mit 102'756 Stimmen
Naef Martin mit 102'300 Stimmen
Hardegger Thomas mit 102'104 Stimmen
Meyer Mattea mit 98'888 Stimmen
Marti Min Li mit 94'867 Stimmen
Seiler-Graf Priska mit 91'309Stimmen

FDP 5 (zuvor 4)

Noser Ruedi mit 105'711 Stimmen
Fiala Doris mit 85'669 Stimmen
Portmann Hans-Peter mit 82'395 Stimmen
Walti Beat mit 78'306 Stimmen
Sauter Regine mit 71'701 Stimmen

 GLP 3 (zuvor 4)

Bäumle Martin mit 75'493 Stimmen
Moser Tiana Angelina mit 53'584 Stimmen
Weibel Thomas mit 40'751 Stimmen

Grüne 2 (zuvor 3)

Girod Bastien mit 70'267 Stimmen
Glättli Balthasar mit 59'645 Stimmen

CVP 2 (zuvor 2)

Schmid-Federer Barbara mit 39'445 Stimmen
Riklin Kathy mit 36'201 Stimmen

BDP 1 (zuvor 2)

Quadranti Rosmarie mit 30'372 Stimmen

EVP 1 (zuvor 1)

Ingold Maya mit 30'229 Stimmen

Abgewählt wurden:
Christoph Mörgeli (SVP)
Schibli Ernst (SVP)
Fehr Hans (SVP)
Maier Thomas (GLP)
Winkler Rudolf (BDP)

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