Ständeratswahl

SVP-Knecht auf 2. Platz: «Wir haben im Wahlkampf vieles richtig gemacht»

SVP-Kandidat Hansjörg Knecht landet bei den Aargauer Ständeratswahlen auf Platz 2: "Dieses Resultat mach mich stolz - die Differenz zu Philipp Müller ist eine gute Basis für den zweiten Wahlgang"

SVP-Kandidat Hansjörg Knecht landet bei den Aargauer Ständeratswahlen auf Platz 2 - seine erste Reaktion im Kurzinterview mit Tele M1.

Mit Stolz erfülle ihn das Resultat der Ständeratswahlen, sagt der zweitplatzierte SVPler Hansjörg Knecht. Im zweiten Wahlgang tritt er gegen Philipp Müller, FDP, an. Er ist zuversichtlich.

Vor zwei bis drei Monaten hätten es wenige Hansjörg Knecht zugetraut, dass er im ersten Wahlgang den Schweizer FDP-Parteipräsidenten Philipp Müller überflügelt. Dies auch deshalb, weil der Nationalrat aus Leibstadt, der vor vier Jahren die Wahl erstmals schaffte, in den Umfragen hinter Philipp Müller lag. Und weil er als zu stiller Schaffer galt. Als einer, der - etwa im Gegensatz zu Hardliner Andreas Glarner - aufs Poltern verzichtet und sich selbst lieber als Sachpolitiker sieht.

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Mit seinem Wahlslogan «Knecht wählen – Könige hat es genug» griff er sein vermeintlich unvorteilhaftes Image auf – und dies scheint sich ausgezahlt zu haben.

Gegenüber Tele M1 sagt der Leibstadt Mühlerei-Unternehmer, er habe gespürt, dass er im Lauf des Wahlkampfs habe Boden gutmachen können, je mehr sich die Bevölkerung mit seiner Person, mit seinem Leistungsausweis befasst habe. Er habe sich zudem von einer Partei getragen gefühlt. 

Das Resultat mit 77'256 Stimmen erfülle ihn mit Stolz. «Ich glaube, wir haben vieles richtig gemacht.» Philipp Müller kam auf 71'445 Stimmen, die bisherige SP-Ständerätin Pascale Bruderer ist mit 104'687 Stimmen als einzige im 1. Wahlgang gewählt worden. Das absolute Mehr liegt bei 90'621 Stimmen.

Ansprochen auf den Unfall von Philipp Müller, bei dem eine 17-jährige Rollerfahrerin schwer verletzt wurde, einen Einfluss gehabt habe auf das Wahlergebnis, gibt sich Knecht zurückhaltend: «Ich kann nicht beurteilen, ob dieser Unfall einen Einfluss gehabt habe.»

Für den 2. Wahlgang - auch mit der Differenz von knapp 6000 Stimmen gegenüber Philipp Müller – sei er zufrieden mit der Ausgangslage. Und natürlich trete er für den 2. Wahlgang an. (pz)

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