Wahlen 2015

Elefantenrunde: Das sagen die Aargauer Parteipräsidenten

Elefantenrunde: Das sagen die Aargauer Parteipräsidenten

Elefantenrunde der Aargauer Parteipräsidenten: Die wichtigsten Aussagen der Gewinner und Verlieren der Wahlen.

Gewinner und Verlierer an einem Tisch: Thomas Burgherr, SVP, Cédric Wermuth, SP, Matthias Jauslin, FDP, Markus Zemp, CVP, und Jonas Fricker im Parteipräsidenten-Talk bei Tele M1.

Thomas Burgherr, SVP: "Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir im Nationalrat den siebten Sitz holen. Dass Hansjörg Knecht bei den Ständeratswahlen auf den zweiten Platz kam, ist aber keine Überraschung. Ich war immer überzeugt, dass er der richtige Kandidat ist. Jetzt müssen die Wirtschaftsverbände Stellung beziehen - sie kommen im zweiten Wahlgang gegen die FDP nicht um den Unternehmer Knecht herum."

Cédric Wermuth, Co-Präsident SP: "Wir sind klar die zweitstärkste Kraft. Pascale Bruderer erziehlte in den Ständeratswahlen ein Glanzresultat. Aber die Gründe für den Sitzverlust im Nationalrat müssen wir in den nächsten Tagen analysieren. Die Listenverbindung hat verloren."

Matthias Jauslin, FDP: "Dass wir zugelegt haben, war höchste Eisenbahn. Über Jahre waren wir die Verlierer. Unser Stimmenanteil bei den Ständeratswahlen war nicht so gross, wie der der SVP. Wir hoffen, dass wir im zweiten Wahlgang Stimmen gewinnen können, die jetzt an andere Parteien gingen."

Markus Zemp, CVP: "Ich bin nicht zufrieden - mit dem 16. Nationalratssitz haben wir gerechnet. Ich habe schon so manchen Wahlkampf erklebt, und so präsent und engagiert war die CVP noch nie. Aber Leute, die Angst haben, neigen zur Panik. So passiert aufgrund der Flüchtlingsthematik. Wir haben es einfach nicht mehr geschafft, unsere Argumente rüberzubringen. Unsere Ständeratskandidatin Ruth Humbel ist für eine Partei angetreten, die nur noch 8 Prozent Wähleranteil hat. Ich bin mir sicher, andere Parteien wären froh, wie hätten eine Ruth Humbel in ihren Reihen. Am Montag entscheiden wir gemeinsam, ob sie zum zweiten Wahlgang noch einmal antritt."

Jonas Fricker, Grüne: "Kann sein, dass unsere Ständeratskandidatin Irene Kälin im zweiten Wahlgang nur noch Kanonenfutter ist - aber zumindest wäre sie eine Alternative zu den streng bürgerlichen Kandidaten. Im Nationalrat haben die Grünen ihr Ziel erreicht: Den Sitz zu verteidigen." (smo)

Sehen Sie hier den Talk mit den Aargauer Parteipräsidenten in voller Länge.

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