«Der Weihnachtstag ist für uns der angenehmste Tag. Die Kunden suchen dringend nach den letzten fehlenden Weihnachtsgeschenken und sind nicht mehr wählerisch, sondern glücklich, wenn sie etwas finden. Schliesslich können wir keine Bestellungen machen. Darum gilt: ‹Es het, was es het›.

Viele Leute bringen uns auch Weihnachtsguetzli oder Schokolade vorbei, als Dankeschön für die Bedienung. Von einer treuen Kundin erhalten wir jedes Jahr einen handgeschriebenen Brief, darin blickt sie auf das vergangene Jahr zurück und bedankt sich bei uns.

Eine andere Liestalerin verleiht jährlich einem anderen Laden eine Prämierung für die freundlichste Bedienung. Uns hat sie vor einiger Zeit auch mal eine solche Urkunde überreicht.

Vor ein paar Jahren habe ich im Weihnachtsstress zwei Kunden gleichzeitig bedient. Beide wollten ihre Bücher als Geschenke verpackt haben. Als ich schliesslich Feierabend hatte und auf dem Heimweg war, kam mir plötzlich in den Sinn, dass ich die ‹Päckli› vertauscht habe. Ich dachte, die Kunden werden nach Weihnachten bei uns in der Buchhandlung stehen und reklamieren. Doch keiner der beiden kam vorbei.»