Talk täglich

Schlagabtausch zum Sparpaket – «Bürgerliche sagen zu allem Nein, was kostet»

Von links: Maya Meier (SVP), Dieter Egli (SP), Peter Voser (CVP) und Moderator Christian Dorer.

Von links: Maya Meier (SVP), Dieter Egli (SP), Peter Voser (CVP) und Moderator Christian Dorer.

Am Dienstagabend duellierten sich SP-Co-Fraktionschef Dieter Egli, SVP-Grossrätin Maya Meier und CVP-Grossrat Peter Voser im Talk Täglich zum Sparpaket der Aargauer Regierung. Es war ein offener Schlagabtausch.

Mit der Rücktrittsaufforderung an Finanzminister Roland Brogli hat die SP die Diskussion über das Sparpaket auf eine neue Ebene gehoben.

So konfrontierte az-Chefredaktor und Moderator Christian Dorer am Dienstagabend in der Sendung «Talk Täglich« auf Tele M1 SP-Co-Fraktionschef Dieter Egli mit bürgerlichen Vorwürfen, er wolle Cédric Wermuth links überholen und so SP-Präsident werden.

Egli bestritt jeden Zusammenhang vehement. Die Forderung komme, «weil es um die Zukunft des Kantons geht und er jetzt auf einem völlig falschen Weg ist». Da werde der Ton härter.

Zudem verantworte Brogli die Finanzpolitik der letzten zehn Jahre. Es gehe nicht, «ständig Steuern zu senken, und dann merkt man, dass der Kanton offenbar aus dem letzten Loch pfeift».

CVP-Fraktionschef Peter Voser verteidigte den mit Grippe das Bett hütenden Finanzminister und wies die Rücktrittsforderung als «absurd» zurück.

Brogli lege seit zehn Jahren Überschüsse vor. Weil aber die Ausgaben schneller steigen als die Wirtschaftsleistung, müsse man den Anstieg drosseln.

Man reduziere die Ausgabensteigerung ja nur von 104 auf 102 Franken. Wirklich sparen würde man, wenn man statt 100 noch 95 Franken ausgäbe.

SVP-Grossrätin Maya Meier hielt Voser entgegen, ohne Ausgleichskässeli hätten schon 2012 und 2013 Defizite im Kantonshaushalt resultiert. Meier: «Die Regierung spart gar nicht echt, viele Ausgaben werden nur woanders hin verschoben, etwa bei der Strassenkasse.»

Eglis Einwurf, die Bürgerlichen sagten einfach Nein zu allem, was kostet, konterte Meier, das stimme nicht, hingegen seien Ausgaben und Stellen seit 2008 richtig explodiert.

Ist es nicht ein Hohn, fragte Dorer, wenn die Regierung bei 500 neuen Stellen seit 2008 maximal 15 Stellen einsparen will?

Natürlich müsse der Kanton die Verwaltung unter Kontrolle haben, so Egli. Er habe aber auch neue Aufgaben.

Die SP wehre sich gegen jeden Abbau wichtiger Leistungen gerade in der Bildung. Die Sparpaket-Debatte geht weiter...

Die Sendung können Sie hier nachsehen.

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