Leben

Sport und Bewegung kennen kein Alter

Gesponsert von: 
..

Wer mit über 55 Jahren regelmässig seinen Körper trainiert, hat gute Aussichten, gesund und vor allem selbstständig zu altern. Selbst wer dann erst mit dem Fitnesstraining beginnt, kann das Wohlbefinden noch deutlich stärken.

Aktiv ins Alter – im Gespräch mit Melanie Blättler, der Bewegungswissenschafterin und Fachverantwortlichen Sport und Bewegung von Pro Senectute Aargau.

Wie wichtig sind Bewegung und Sport im Alltag? 

Melanie Blättler: Wer rastet, der rostet. Das Sprichwort sagt alles. Der Körper baut mit zunehmendem Alter ab. Wird der Bewegungsapparat nicht regelmässig 
beansprucht, degeneriert er umso schneller. Mit gezieltem Training und viel Bewegung können wir diesen Abbau verlangsamen. Denn Bewegung fördert den Muskelaufbau und hält unsere Strukturen beweglich. Oft sind Schmerzen der Grund, dass wir uns nicht bewegen. Es ist jedoch entscheidend, sich in den Schmerz hineinzubewegen. Wer zum Beispiel unter Osteoporose leidet, sollte unbedingt in Bewegung bleiben, um so dem Knochenabbau entgegenzuwirken.

Kann man auch noch im Alter mit einer Sportart beginnen?

Sport kennt keine Altersgrenzen. Es ist nie zu spät, sich sportlich zu betätigen. Ob 20 oder 80 Jahre alt, das Schöne für Anfänger ist, dass sie schnell einen sichtbaren Trainingseffekt erzielen. Das wirkt motivierend. Trainierbarkeit nimmt im Alter nicht ab. Vielleicht braucht es mehr Pausen, um sich zu erholen und dem Körper Zeit für die Anpassung ans Training zu geben.

Wie sollte der Aufbau eines Trainings bei einer neuen Sportart erfolgen?

Zuerst stellt sich die Frage: Was macht mir Spass? Ein Sport im Wasser, etwas mit Musik oder ein Training in der Natur. Sinnvoll ist, verschiedene Sportarten erst einmal auszuprobieren, um so die Motivation zu finden. Während eines Trainings sollte man auf sein Inneres Ich hören, die Grenzen des Möglichen kennen lernen und respektieren. Vielfach hilft es, in einer Gruppe und in der für sich passenden Stärkeklasse den Sport auszuführen.

Worauf ist beim Trainingzu achten?

Mit zunehmendem Alter steigt leider auch die Sturzgefahr. Deshalb sollte vermehrt auf das Gleichgewicht geachtet werden. Sicherlich hilft es, sich bei bestimmten Übungen zu stützen oder allenfalls Hilfsmittel wie Stöcke (z. B. beim Laufen) zu verwenden.

Mit dem Alter sinken leider die Koordination und das Gleichgewicht. Was kann man dagegen tun?

Mit einem gezielten Krafttraining kann viel erreicht werden. Dazu gehören Übungen für die Beinmuskulatur und die Rumpfstabilität. Es gibt auch einfache Übungen, die zu Hause in den Alltag eingebaut werden können. Zum Beispiel beim Zähneputzen oder Abwaschen nur auf einem Bein zu stehen. Intensiver ist die Wirkung, mit einem Bein auf einem gerollten Frottiertuch zu verweilen.

Pro Senectute ist bekannt für sein Sportangebot. Was ist Ihre Philosophie?

Unser Angebot Bildung und Sport richtet sich an über 60-jährige aktive Seniorinnen und Senioren. Sie alle können unser Sportprogramm bis ins hohe Alter nutzen. Wer mehr möchte, kann sein Hobby mit einer sinnvollen Tätigkeit verbinden und sich zum Erwachsenensportleiter ausbilden lassen. Möglichkeiten gibt es viele, auch mit neuen Sportarten, wie das Beispiel von Herrn Schütz zeigt. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir Bike-Touren im Sportangebot anbieten.

..

Welche Sportarten sind besonders geeignet, sie bis ins hohe Alter auszuüben?

Möglichkeiten gibt es viele, angefangen von Fitness und Gymnastik, Aquafit, Walking, Tanz, Golf, Yoga, Zumba Gold bis hin zu Langlauf und Scheeschuhlaufen.

Welches sind die sportlichen Trends bei den U60?

Das sind vor allem die Outdoor-Sportarten wie Biken, Velofahren, Wandern und Schneeschuhlaufen. Aber auch Thai-Chi, Yoga- und andere Entspannungskurse sind gefragt.

Meistgesehen

Artboard 1