Smart Home

Science-Fiction in den eigenen vier Wänden

Ein Smart Home macht mittels futuristischer Technologie das Leben zu Hause leichter. Sind auch Sie bereit für die Zukunft?

Unsere Welt gleicht mehr und mehr einem Science-Fiction-Film. Zwar lassen fliegende Autos immer noch auf sich warten, doch ein Grossteil unserer heutigen Technik hätte vor ein paar Jahrzehnten noch richtig futuristisch gewirkt. Besonders fällt auf, wie die neusten Gadgets immer schlauer oder eben smarter werden. Neben dem Smartphone, also dem schlauen Telefon, das aus kaum einer Hosentasche mehr wegzudenken ist, sollte man auch das schlaue Zuhause, das sogenannte Smart Home, nicht vergessen. 

Alexa und Siri gehorchen immer

Was macht ein Smart Home denn schlauer als ein normales Zuhause? Vor allem, dass die vielen Elemente eines Haushalts miteinander verknüpft sind und zentral angesteuert werden können. Herz und Hirn des smarten Heims bilden dabei Sprachassistentinnen wie Alexa oder Siri. Über ein passendes Gerät lassen sie sich ansprechen und warten auf Anweisungen. Sie sind wie neue Mitbewohnerinnen – bloss, dass sie immer gehorchen und direkten Zugriff haben auf all die schlauen Elemente deiner Wohnung.

Der Fantasie sind dabei wenige Grenzen gesetzt. Es ist langsam Schlafenszeit? Alexa dimmt für dich die Lichter im Flur. Morgens ist es kalt? Sag Siri, sie soll, kurz bevor du aufstehst, die Fussbodenheizung im Bad anstellen. Der Esszimmer-Boden ist verkrümelt? Ein «Alexa, saug den Boden» genügt, und der Roboter-Staubsauger macht sich ans Werk. Es klingelt an der Tür und man liegt gerade gemütlich auf dem Sofa? Hat man passende Türschlösser eingebaut, entriegeln sie sich auf Befehl von selbst. 

Allerdings: Selbst Fachleuten gelingt der Überblick über das riesige Angebot an Smart-Home-Lösungen kaum. Der Grund liegt an der Vielfalt von Geräteherstellern, die für ihre Produkte eigene – sogenannt proprietäre – Standards anbieten. Ohne Basiswissen gelingt keine zukunftsfähige Auswahl. Für Anwender heisst die erste Lektion: Kommunikationsstandards nicht mit Übertragungsmedien und mit Systemen verwechseln. Denn viele Systeme nutzen die gleichen Standards. Beim Standard KNX sind es mehrere hundert Systeme. Zum Einsatz sollte deshalb möglichst ein offener Standard kommen, der eine breite und von Herstellern unabhängige Abdeckung gewährleistet. 

Masterplan bringt Orientierung

Sinnvoll ist in jedem Fall ein «Masterplan», in dem die Standards, Übertragungswege und Systeme den gesteuerten Funktionen zugeordnet sind. Denn ein Haus kann weder mitdenken, wie es in einem Werbeslogan heisst, noch intelligent sein. Das Haus reagiert lediglich auf Befehle. Diese kommen als Signal von einer Zentraleinheit an die smarten Geräte. Und Messstellen respektive Fühler melden Daten an die Zentrale. Dieser Austausch muss klappen. Und deshalb ist der Kommunikationsstandard so zentral. Die Wege der Übertragung sind vom Status des Gebäudes abhängig: Im Neubau sind zumeist neue Kommunikationsleitungen verfügbar, in älteren Häusern dürfte Funk erste Wahl sein, wobei Power Line auch eine interessante Option ist. 

Die Technologie ist noch jung und wird ständig verbessert. Beinahe im Wochentakt kommen neue Geräte hinzu, die sich in das Smart Home integrieren lassen. In der Zwischenzeit am besten zurücklehnen, Siri ein bisschen Musik spielen lassen und von der nicht mehr allzu fernen Zukunft träumen.

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