Garten

Saftig grünes Grün - der pflegeintensivste Bereich im Garten

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Wer einen satten grünen Rasen will, muss sich jetzt darum kümmern. Tipps vom Experten.

Liegewiese oder Spielplatz, Kunstwerk nach englischem Vorbild oder blühendes Durcheinander – ein Rasen ziert fast jeden Garten. «Sobald die Vegetation erwacht und der Rasen
wieder wächst, ist es an der Zeit, ihn für die sonnigen Tage fit zu machen», sagt Pascal Erne, Pflanzendoktor bei der Zulauf AG in Schinznach-Dorf. Ein Schema dafür gebe es nicht, da die Vorstellungen eines schönen Rasens stark variieren. Es gibt aber eine unumstössliche Regel: «Die Frühjahrsarbeiten sind die Basis für die ganze Rasensaison. Was dann verpasst wird, kann man nicht im Mai nachholen.»

Entfilzen und belüften
Wer den Rasen im Herbst nicht vertikutiert hat, sollte das im Frühjahr nach dem ersten (ausnahmsweise kurzen) Rasenschnitt machen, insbesondere wenn der Rasen verfilzt ist. Ein Vertikutiergerät kann man beim Nachbarn oder in Gartencentern ausleihen. Beim Vertikutieren werden Moose und abgestorbene Gräser entfernt, zudem wird die Bodenoberfläche geöffnet, was die Luftzirkulation verbessert. Bei Lücken oder kleineren kahlen Stellen sollte nachgesät werden. Allenfalls kann grobkörniger Sand eingearbeitet werden, auch das verbessert die Luftzufuhr zu den Graswurzeln; ausserdem kann Wasser besser von der Oberfläche abfliessen.
Das Wichtigste sei die gute Düngung, sagt Erne und erklärt: «Der Rasen ist eine Monokultur, die man gut mit Nährstoffen versorgen muss, insbesondere weil wir ja viele Nährstoffe wegschneiden.» Praktisch sind Langzeitdünger, die nur einmal pro Saison ausgebracht werden müssen. Insbesondere wer Kinder oder Tiere hat, sollte biologischen Dünger vorziehen.

Englischer Rasen

Englischer Rasen

Mit Klee oder Golf Green?
Besonders wichtig ist auch das regelmässige Rasenmähen, das macht den Rasen dicht und stabil, was laut Erne der beste Schutz gegen Beikräuter ist. Die ideale Länge für den Rasen hängt von den verwendeten Sorten ab: bei Zierrasen sind es 2–2,5 Zentimeter, robuster Sportrasen braucht eher 4–5 Zentimeter Länge. «Häufiges Mähen mit geringerer Schnittmenge ist meist besser als wenige Mähgänge mit grosser Schnittmenge», sagt Erne. Deshalb sollte ungefähr wöchentlich gemäht werden. Wer zu tief mäht, riskiert das Austrocknen des Rasens.
Bei längeren Trockenperioden muss dann auch reichlich gewässert werden, vorzugsweise am frühen Morgen oder spät abends, wenn der Boden etwas abgekühlt ist. Eher selten, dafür ausgiebig wässern, rät der Experte. «Gut gepflegte Rasen trocknen nicht so schnell aus und müssen deshalb seltener gewässert werden.»
Letztlich hänge die Rasenpflege aber von den Vorstellungen des Rasenbesitzers ab, so Erne. «Wer auch mal einen Löwenzahn und Kleeflecken toleriert, hat weniger Arbeit. Wer einen englischen Rasen will, kann die Sommerferien streichen.»


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