Die Tage sind kürzer. Oft hüllt uns eine Nebeldecke ein. Alles in der Natur scheint grau in grau zu sein. Ich vermisse die Sonne und brauche deshalb öfter eine Pause im Alltag. Wellness ist angesagt. Dafür brauche ich nicht weit zu gehen. Im Aargau gibt es viele Möglichkeiten, um einen Tag auszuspannen und sich verwöhnen zu lassen. Ein Wellnesstag mit Baden, Saunieren und einer wohltuenden Massage ist genau das Richtige an diesem kalten Wintertag. Ich studiere an meinem Computer das Massageangebot vom Spa im Thermalbad Zurzach.
Die Qual der Wahl: Honig- oder Hot-Stone-Massage, Blüten-geheimnis oder Kräuterstempel oder … Schliesslich entscheide ich mich für die Hot-Chocolate-Dream-Massage. Ich buche meinen Termin so, dass ich vorher noch ein paar Stunden das Angebot des Thermalbads geniessen kann. Meine Badesachen und ein spannendes Buch sind schnell eingepackt. Der Weg ins Thermalbad Zurzach ist kurz. Schon stehe ich an der Kasse und löse meinen Eintritt.

Gesundheitsförderndes Fussbad
An der Gesundheitstheke lasse ich mich von Luisa Meier, Gesundheitscoach, beraten, wie ich meinen Wellnesstag nebst der Massage nutzen kann. Als Erstes rät sie mir, etwas Gutes für meine Gesundheit zu tun mit einem Elektrolyse-Fussbad. Sie lässt Wasser in das Fussbecken
laufen und legt einen Konverter ins Wasser. 

Mit dem Konverter werden im Thermalwasser
Ionen freigesetzt, welche über die Fusssohlen mit dem Körper in Resonanz treten. «Über die Nieren scheidet der Körper verstärkt Schadstoffe (innerhalb von 48 Stunden) aus», erklärt Luisa Meier. An meinen Füssen nehme ich ein angenehmes Kribbeln wahr. Das sich gleichzeitig braun verfärbende Wasser hingegen wirkt ein wenig befremdend. Doch Luisa Meier beruhigt: «Das kommt vom Konverter.»


Entspannt floaten im Salzwasser
Zum ersten Mal an diesem Tag tauche ich im Intensiv-Solebad ins Wasser. Ich liege auf dem Rücken im Salzwasser und lasse mich mit Unterwassermusik entspannt die empfohlenen 15 Minuten floaten. Ich vergesse Raum und Zeit. So schön ist es. Nach einer kurzen Pause im Ruheraum lasse im mich im Wohlfühlbecken von den Wasserdüsen massieren. Auf den Wassersprudelliegen bin ich dann endgültig in der Wellnesswelt angekommen. Mein schlechtes Gewissen verhindert auch an diesem Nachmittag, dass ich dem Nichtstun komplett ausgeliefert bin. Im Fliessbecken drehe ich schwimmend meine Runden. Mit dem Strom schwimmen geht ganz leicht. Ins Schwitzen komme ich, als ich versuche, mich gegen die Fliessrichtung vorwärtszubewegen.
Zum Abkühlen tauche ich ins Naturschwimmbecken ein. Es dauert nicht lange und ich friere. Aber das ist kein Problem. Gleich beim Naturschwimmbecken befinden sich die 90-Grad-Textil-Seesauna und die 60-Grad-Textil-Biosauna. Nur allzu schnell sind meine eingeplanten drei Stunden Wellness vorbei. Für die Saunas im Bohrturm reicht leider die Zeit nicht mehr. Der Hot- und Cold-Pool sorgt noch für eine Portion Glücksmomente, bevor ich mich mit einer Hot-Chocolate-Dream-Massage verwöhnen lasse.

Genussvolle Momente
Schokolade war bis anhin für mich nur Dessert in vielen Variationen. Dass eine Hot-Chocolate-Massage so genussvoll sein könnte, konnte ich mir nicht vorstellen. Diese Massage ist ein Traum für die Sinne und nicht nur für «Schoggi-Fans». Während 50 Minuten schwelge ich im verführerischen Duft des Schokoladenöls. Die flüssige Schokolade, die durch das Massieren die Haut bedeckt, wärmt bis tief ins Innere. Ich fühle mich entspannt wie schon lange nicht mehr.
Bevor ich wieder alles Süsse von mir dusche, probiere ich mit dem Finger davon.
Das wollte ich schon während der Massage machen. Die Masseurin Alexandra Prodanovic
hat mir jedoch zuvor geraten, nicht zu viel davon zu naschen, denn die Schokolade sei mit viel Öl angereichert.
Fazit nach dem Wellnesstag: Das Thermalbad mit seinem vielseitigen Angebot bietet alles, was man sich von einer Wellnessauszeit erträumt. Eine Hot-Chocolate-Dream-Massage ist einen Versuch wert. Die Haut wird geschmeidig und glatt. Und es darf ein wenig genascht werden.