Nichts ist schöner als ein sommerliches Blütenmeer. Wenn es draussen grünt und blüht, ist es selbstverständlich, dass man auch die eigenen vier Wände mit einer solchen Farbenpracht schmücken möchte. Leider macht die Hitze dieses Jahres vielen Schnittblumen zu schaffen und sie halten nicht besonders lange. Ganz anders die Anthurie: Die Pflanze kommt ursprünglich aus den tropischen Bereichen Amerikas, der Südsee und der Karibik. Sie ist hohe Temperaturen also gewöhnt und es muss schon einiges passieren, bevor sie den Kopf hängen lässt.

Überhaupt zählen Anthurien zu den Schnittblumen mit der längsten Ausdauer. Wer sie richtig versorgt, hat über drei Wochen lang Freude an ihnen. Besonders auffallend sind ihre prächtig glänzenden Hochblätter, die fast wie lackiert wirken und häufig als Blüte bezeichnet werden. Dank gezielter Züchtungen gibt es sie heute nicht mehr nur in Rot, sondern auch in Weiss, Schokobraun, Violett, Orange, Pistaziengrün ... oder auch mehrfarbig. Bevor man die Schönheiten nach dem Kauf in eine Vase stellt, sollte man die Stiele drei bis fünf Zentimeter kürzen. Ein langer schräger Schnitt sorgt dafür, dass die Fläche über die die Pflanzen das Wasser aufnehmen können, besonders gross ist. Am besten arbeitet man mit einem scharfen Messer, denn mit Haushaltsscheren können die Leitungsbahnen in den Stielen gequetscht und beschädigt werden. Es reicht übrigens völlig aus, wenn die Schnittblumen nur mit den „Füssen" im Wasser stehen. Die Gefässe sollten allerdings immer vorher gut mit Spülmittel gereinigt sein. Spült man sie einfach nur mit Wasser aus, könnten sich danach noch Bakterien von alten Sträussen in der Vase befinden und die neuen Blumen schnell schädigen. 

Vielseitiger Schönling

Als Schnittblume ist die Anthurie sehr vielseitig einsetzbar. Schon ein einzelner Stiel macht in einer schmalen Vase oder Flasche viel her - noch schöner ist natürlich ein ganzer Strauss mit den Exoten. Anthurien lassen sich auch problemlos zusammen mit anderen Blumen arrangieren. In diesem Fall sollte man vermehrt darauf achten, dass keine Blätter ins Wasser ragen. Denn auf ihnen können sich bei den höheren Temperaturen besonders leicht Bakterien vermehren. Das hat nicht nur zur Folge, dass das Vasenwasser übel riecht, auch die Blütenstiele beginnen zu faulen und die Blumen welken schneller. Aus diesem Grund sollte das Wasser auch nicht nur bei Bedarf aufgefüllt, sondern etwa einmal pro Woche komplett ausgetauscht werden. Empfehlenswert ist es, die Stiele dabei gleichzeitig noch einmal frisch anzuschneiden.