Es war eine Schlappe für die SP: Bei den Wahlen 2015 wurde sie von der SVP als wählerstärkste Partei des Kantons Freiburg abgelöst. Und die Sozialdemokraten verloren zudem ihren dritten Sitz im Nationalrat. Diesen will sich die SP, die mit den Grünen und der CSP eine Listenverbindung bildet, zurückerobern.

Holen die Linken zu den bisherigen SP-Nationalrätinnen Valérie Piller Carrard und Ursula Schneider Schüttel einen zusätzlichen Sitz, dann könnte dies auf Kosten der CVP gehen. Die Christlichdemokraten müssen Dominique de Buman ersetzen, der nach 16 Jahren in Bern keine weitere Amtszeit anhängen darf. Neu für die CVP in den Nationalrat einziehen will der ehemalige Kantonsratspräsident Bruno Boschung.

Bei der SVP sitzt der Gewerbeverbandspräsident Jean-François Rime sicherer im Sattel als der vor vier Jahren gewählte Pierre-André Page. Neu nach Bern gewählt werden will unter anderem Flavio Bortoluzzi, Sohn des ehemaligen SVP-Nationalrats Toni Bortoluzzi. Der Vertreter der FDP, Jacques Bourgeois, dürfte als langjähriger Nationalrat und Direktor des Bauernverbandes kaum um seine Wiederwahl zittern müssen.

Ziemlich sicher fühlen dürfen sich auch die beiden amtierenden Ständeräte. Die sieben Gegenkandidaturen dürften den SP-Parteipräsidenten Christian Levrat und den Vertreter der CVP, Beat Vonlanthen, nicht ernsthaft in Gefahr bringen.