Es herrscht emsiges Treiben auf der Baustelle in Nyakabanda. Überall sind Frauen und Männer damit beschäftigt Mauern hochzuziehen, Gruben auszuheben, Steine aus dem Weg zu räumen oder Fensterrahmen vor Ort zusammenzuschweissen. Kein Wunder sind die Menschen so engagiert bei der Sache: Das Schulhaus muss spätestens in zwei Monaten bezugsbereit sein, denn dann fängt das neue Schuljahr an und rund 500 Kinder aus der Umgebung werden nicht mehr einen manchmal stundenlangen Schulweg auf sich nehmen müssen, sondern direkt vor Ort zur Schule gehen können. 

In für Schweizer Verhältnisse unvorstellbar kurzer Zeit, nämlich in gut drei Monaten, wird in Ruanda ein Schulhaus mit sechs Klassenzimmern, einem Lehrerzimmer sowie sanitären Anlagen erstellt. In den meisten Fällen stellt die Gemeinde das Land zur Verfügung und die lokale Bevölkerung übernimmt in Gemeinschaftsarbeit die Rodung und Planierung des Bauplatzes.

Danach tritt der Baumeister des zum Hilfswerk Margrit Fuchs gehörenden Bureau Social, Théogène, in Aktion. Mit seiner kleinen Truppe heuert er vor Ort 30-40 Personen an, die unter seiner Regie das Schulhaus bauen. Die Jobs sind sehr begehrt, bedeuten sie doch während der Bauzeit ein gesichertes Einkommen, was in Ruanda nur die wenigsten Menschen haben. Vorzugsweise stellt Théogène für die Maurerarbeiten Frauen ein. Die würden, so erklärt er uns, sehr viel exakter und zuverlässiger arbeiten als die Männer, und werden deshalb auch leicht höher entlöhnt. 

Grosse Dankbarkeit für die Hilfe

Die Schulhäuser sind einfache, aber solid gebaute Zweckbauten. Das Gleiche gilt für die Einrichtung: eine grosse Wandtafel sowie Bänke und Pulte für Lehrer und Schüler, die in unserer eigenen Schreinerei mit Hilfe von Lehrlingen gefertigt werden. Die Schulklassen umfassen bis zu fünfzig Kinder, und da es allgemein zu wenig Schulhäuser hat, wird sowohl am Morgen als auch am Nachmittag zweischichtig unterrichtet. 

Die Stiftung Hilfswerk Margrit Fuchs baute bis heute mehr als zehn Schulhäuser in Ruanda, welche insbesondere aus Legaten finanziert und in abgelegenen Gebieten realisiert wurden. Da der Staat zwar die Lehrer bezahlt, nicht aber den Bau von Schulhäusern finanziert, ist die jeweilige Bevölkerung immer äusserst dankbar für die Hilfe aus der Schweiz. Ein Schulhaus vor Ort ermöglicht in vielen Fällen erst, dass die Kinder die Schule überhaupt besuchen können, da insbesondere kleinere und häufig auch noch mangelernährte Kinder die langen Schulwege rein körperlich nicht schaffen und somit entmutigt zu Hause bleiben.

Eine Schulbildung garantiert zwar noch keine Basis für ein selbstständiges Leben. Aber keine Schulbildung bedeutet fast in allen Fällen das Verharren in Armut und Abhängigkeit von äusserer Hilfe. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass der Bau von Schulhäusern eine nachhaltige Hilfe ist, die Tausenden von Kindern den Weg zu Bildung erst ermöglicht und somit echte Hilfe zur Selbsthilfe ist. Und dank den im Rahmen der Weihnachts-Sammelaktion eingehenden Schulgeldspenden können wir auch den Mädchen und Buben aus mittellosen Familien den Besuch des neuerbauten oder von bestehenden Schulhäusern ermöglichen - inzwischen profitieren über 1500 Kinder davon. 

Stand: 11.12.2018

625'220 Franken

SO KÖNNEN SIE SPENDEN
So können Sie bis zum 11. Dezember bestellen und spenden:

  • Waisenhilfe: Betreuung eines Kindes in einem Waisenhaushalt 150 Franken für ein Jahr, 75 Franken für ein halbes Jahr.
  • Schulgeld: Schulbesuch eines Kindes 150 Franken für ein Jahr, 75 Franken für ein halbes Jahr.
  • Vieh: Milchgeiss 80 Franken, Schwein 50 Franken, Kuh 600 Franken (auch ein Anteilbetrag ist möglich).
  • Weitere Zweckbestimungen: Beliebiger Betrag für Betreuung Strassenkinder, Kinderheim, berufliche Ausbildung Jugendlicher, Kantine, Mütterstation, mittellose Spitalpatienten, Kleinkredite, Solarpanels, Nothilfe u.a.m.

Spenden können Sie wie folgt:

  • Telefon: 058 200 50 25 (werktags 08.00-12.00 und 13.30-17.00 Uhr)
  • E-Mail: ruanda@chmedia.ch
  • Direktüberweisungen sind wie folgt möglich:
  • Stiftung Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda, 5210 Windisch
  • Raiffeisenbank Wasserschloss, 5412 Gebenstorf
  • Konto/IBAN: CH42 8069 0000 0022 2228 0
  • Clearing-Nr. 80690
  • Post-Konto der Bank: 50-4158-4
  • Vermerk: Stiftung Margrit Fuchs Ruanda
  • Auch bei Direktüberweisung bitte Spende der Spendenzentrale melden, damit die Bestellungen detailliert nach Ruanda übermittelt werden können.

Nach Bestellungseingang schickt das OK den Spenderinnen und Spendern einen Einzahlungsschein zu. Die Spenden sind in allen Kantonen bei den Steuern abzugsberechtigt. Das OK dieser Sammelaktion und der Stiftungsrat des Hilfswerkes verschicken aus finanziellen und administrativen Gründen keine Spendenbestätigung; bitte dem Steuerformular den Beleg der Post- oder Banküberweisung beilegen.

Jede Spende fliesst ungeschmälert nach Ruanda


Da in der Schweiz keine Kosten für Administration und Organisation anfallen und der Stiftungsrat sowie das Helferteam ehrenamtlich arbeiten, kommt jeder Franken vollumfänglich den Notleidenden in den Distrikten Muhanga/Gitarama, Kamonyi und Nyamagabe zugute. Der Bund hat die Aufsicht über das Hilfswerk und die Stiftung inne.
  • Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Hilfswerk-Infos: www.ruanda.ch
Geleitworte

Geleitworte zur Jubiläums-Sammelaktion 2013

Bundesrätin Doris Leuthard

Nicht die Summe des Vermögens oder die Zahl der Titel messen den Wert eines Menschen – es sind seine Taten. Margit Fuchs war ein solch wertvoller Mensch; mutig, hilfsbereit, engagiert. Und all jene tun Wertvolles, die für ihr Hilfswerk direkt in Ruanda oder mit ihrem Beitrag aus der Schweiz zu Gunsten der Mittellosen mit anpacken. Getreu nach einem der Leitsätze von Margrit Fuchs – „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7, 20) – können auch wir Gutes tun, damit für die Menschen in Ruanda Gutes getan werden kann.

Micheline Calmy-Rey, alt Bundesrätin

Ich habe Margrit Fuchs zuerst im Bundeshaus in Bern kennengelernt, dann habe ich sie erneut getroffen, als ich 2007 auf einem offiziellem Besuch in Ruanda war. Ich bewunderte diese Frau, die sich für elternlose Kinder engagierte. Sie ermöglichte den Bau von Schulen und Geburtshäusern, sie hat Waisenhäuser erichtet. Ihr ganzes Leben hat sie Ruanda und seinen Kindern gewidmet. Waisenmutter war sie, was für ein Ehrenname! Heute wird ihr Werk weitergeführt und braucht ihre Spende!

Peter Wanner, Verleger

Margrit Fuchs hat Grossartiges geleistet und ich freue mich, dass Ihr Projekt auf professioneller Basis erfolgreich weitergeführt wird. Bei Spendenaktionen zugunsten von Projekten der Entwicklungshilfe frage ich mich immer: Kommt das Geld hoffentlich in die rechten Hände? Bei der Ruanda-Sammelaktion muss ich mich nicht fragen, denn da habe ich das Vertrauen, dass die wirklich Bedürftigen davon profitieren. Die Aargauer Zeitung und früher das Badener Tagblatt haben von Anfang an dieses Projekt tatkräftig unterstützt – dank der Solidarität ihrer Leserinnen und Leser. Seit Jahren beteiligen sich inzwischen auch die Limmattaler Zeitung, Solothurner Zeitung, das Grenchner Tagblatt, die bz Basel und bz Basellandschaftliche Zeitung mit ihrer Leserschaft an der Weihnachtssammlung und ermöglichen damit zusätzliche Hilfeleistungen in einem der ärmsten Länder.

Alphonse Muinyenntwari, Gouverneur Südprovinz Ruanda

Anlässlich des Besuchs der Stiftungsratspräsidentin Regula Gloor im Oktober in Ruanda fand ein Treffen mit dem Gouverneur der Südprovinz, Alphonse Munyenntwari, statt. Die Südprovinz umfasst eine Bevölkerung von rund 2 Millionen und besteht aus acht Distrikten, darunter Gitarama. Der Gouverneur äusserste dabei seine hohe Anerkennung für die vielfältigen Aktivitäten des Hilfswerkes. Da die Armutsbekämpfung ein wichtiges Ziel der Regierung ist, trage das Hilfswerk wesentlich dazu bei, diese Ziele in seiner Provinz schneller und besser umzusetzen, so durch den Bau neuer Schulhäuser, die Unterstützung der Schüler und Studierenden mit Schulgeldern sowie die Verteilung von Vieh an die arme Bevölkerung. „Für diese Hilfe bin ich der Stiftung und somit den Spendern in der Schweiz äusserst dankbar. Ich hoffe sehr, dass diese Aktivitäten auch in Zukunft fortgesetzt werden, denn sie sind für die arme Bevölkerung von sehr grosser Wichtigkeit.“
Hier geht es zum Formular: