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Wieso Kinder die Schule verweigern

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Unser Sohn (11) weigert sich, in die Schule zu gehen. Anfangs haben wir es mit Geduld und gutem Zureden versucht, aber nun sind wir mit unserem Latein am Ende. Beim Googeln bin ich auf den Begriff «Schulphobie» gestossen. Ist eine Krankheit schuld daran, dass unser Bub nicht in die Schule will?

Etwa fünf bis zehn Prozent aller Schulkinder bleiben über einen längeren Zeitraum der Schule fern. Die Ursachen für Schulabsentismus sind verschieden. Von einer «Schulphobie» würde man sprechen, wenn das Fernbleiben von der Schule darin begründet ist, dass das betroffene Kind krankhafte Angst und Unbehagen verspürt, sich von seinen Eltern zu trennen. In der Zeit der Trennung befürchtet es zudem, dass den Eltern etwas Schlimmes zustossen könnte. Manchmal können auch zusätzlich körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen auftreten. Ein anderer Grund könnte auch eine sogenannte «Schulangst» sein. Hier hat das Kind Angst vor Dingen und Situationen, die mit der Schule zusammenhängen. Das kann zum Beispiel Mobbing durch Mitschüler oder Angst vor schlechten Leistungen betreffen oder mit dem Schulweg zusammenhängen. Generell können auch andere Angststörungen sowie depressive Erkrankungen und Zwänge zu einem Fernbleiben von der Schule führen. Manche Kinder und Jugendliche haben allerdings schlichtweg keine Lust, zur Schule zu gehen. Sie verlassen morgens das Haus, bleiben dem Unterricht aber fern. Eventuell haben sie auch in anderen Lebensbereichen Mühe, sich an Regeln zu halten. Sie haben Ihren Sohn sicher schon gefragt, warum er nicht in die Schule geht, und nach Gründen für die aktuelle Situation gesucht. Gemeinsam mit der Klassenlehrperson und eventuell zusammen mit dem Schulpsychologischen Dienst können Sie sich – abhängig von den Gründen – über die weiteren Schritte beraten. Nicht selten ist eine Abklärung bei uns in der Klinik notwendig, um die Ursache des Fernbleibens von der Schule zu erkennen und im Falle eines seelischen Leidens die richtigen therapeutischen Massnahmen einzuleiten. Weitere Informationen: Tel. 056 462 20 10 oder E-Mail kj.zentrale@pdag.ch, www.pdag.ch

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