Ratgeber Gesundheit

Unkonzentriert und stets in Bewegung

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Unser Sohn (7) stört häufig den Unterricht, ist kaum bei der Sache und ständig «hibbelig». Wir haben unseren Sohn schon einige Male von der Schule abholen müssen. Die Schule macht ihm kaum mehr Spass und die Lehrer sprechen von einem Schulwechsel in eine Sonderschule. Was sollen wir Eltern tun? Frau C. H. aus V.

Im Durchschnitt befinden sich in einer Regelklasse zwei bis drei Schülerinnen und Schüler mit ähnlichen Symptomen. Lehrpersonen sind mit diesen Kindern sehr beansprucht, da sie viel Aufmerksamkeit einfordern. Dem erhöhten Betreuungsbedarf können die Lehrpersonen wegen der straffen Lernzielvorgaben kaum gerecht werden. In vielen Fällen steht hinter dieser
Problematik mit Schulunlust, Konzentrationsstörungen und Bewegungsunruhe eine zu behandelnde Aufmerksamkeitsdefizitund Hyperaktivitätsstörung, auch ADHS genannt. Eine schulpsychologische Abklärung ist meist der erste Schritt. Unter Einbeziehung von Fachärzten der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) muss geklärt werden, ob ein ADHS oder eine andere Erkrankung vorliegt. Eine weiterführende Behandlung erfolgt im Ambulatorium der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie oder in einer KJP-Praxis. Es gibt auch verträumt wirkende Kinder, bei denen die Bewegungsunruhe fehlt und die weniger auffallen.
Entgegen der häufigen Meinung, ein ADHS würde sich auswachsen, reichen ADHS-Symptome teilweise bis ins Erwachsenenalter. Eine fachgerechte Behandlung fördert die Zufriedenheit bei Kindern, Eltern und Lehrern und verbessert die schulische und berufliche Laufbahn. Familien- und schulzentrierte Massnahmen tragen ebenso wie der Einsatz von Psychoedukation und spezifischen Medikamenten zu einer verbesserten Gesamtsituation bei, sodass betroffene Kinder auch wieder mit Freude zur Schule gehen. Für weitere Informationen können Sie sich gern bei uns melden: 056 462 20 10, kj.zentrale@pdag.ch, www.pdag.ch

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