Ratgeber Gesundheit

Süchtig nach Computer-Games

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Ich (26) bin von meinem Chef zu einem Gespräch eingeladen worden. Meine Kollegen hätten bemerkt, dass ich viel am Handy spiele und dass ich am Computer ein Fantasy-Game gespielt habe. Ich habe nun versucht, das sein zu lassen. Aber ich werde ganz nervös, wenn ich nicht spiele. Was soll ich machen?

Was Sie beschreiben, passt sehr gut zur Erkrankung einer Game-Sucht.Diese wurde von der Weltgesundheitsorganisation(WHO) jüngst als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt.Ich höre, dass Sie einen kaum beherrschbaren Drang nach Spielen haben. Sie berichten von Unruhe und Nervosität, wenn Sie nicht spielen. Typischerweise nimmt das Gamen mit der Zeit immer mehr Raum ein. Teilweise werden alltägliche Arbeiten und Pflichten zunehmend vernachlässigt. Betroffene verlagern ihre sozialen Kontakte in den virtuellen Raum und haben ausserhalb dessen kaum noch Freunde. Oft nehmen finanzielle Schwierigkeiten zu, weil keine Zeit bleibt, sich im Alltag zu organisieren, oder durch das Gamen selbst wegen Abo-Kosten und sogenannten In-Game-Käufen.Häufig geht die Online- oder Game-Sucht auch mit anderen psychischen Erkrankungen einher. Besonders ist dabei auf depressive Symptome wie andauernde Traurigkeit, Grübeln oder auch Schlafstörungen und Appetitlosigkeit zu achten. Auch können sich andere sogenannte stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen
wie jene nach Kokain oder sonstigen aufputschenden Substanzen ergeben, weil Betroffene versuchen, wegen des Onlinespiels nächtelang wach zu bleiben. Um sich dann wieder zu entspannen, betreiben viele Missbrauch von Alkohol und Cannabis. Die PDAG bieten im Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen eine spezielle Sprechstunde an. Wir überlegen dann mit den Betroffenen, welche weiteren Schritte in Richtung der Diagnosestellung und Behandlung notwendig sind. Gerne können Sie sich bei uns melden: Tel. 056 462 21 40, E-Mail ZAE@pdag.ch, www.pdag.ch.

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