Ratgeber Gesundheit

Soll ich mich wegen der Gürtelrose impfen lassen?

Ratgeber Gesundheit

Ratgeber Gesundheit

Ich (56) hatte vor Jahren eine Gürtelrose im Gesicht. Manchmal habe ich deshalb noch immer Schmerzen. Meine Hausärztin hat mir nun die Impfung Shingrix empfohlen, die ich aber in Deutschland besorgen müsste. Soll ich mich impfen lassen? Was wären die Risiken? Gibt es andere, sanftere Hilfen? Frau A. W. aus B.

Shingrix ist aktuell in der Schweiz noch nicht zugelassen, sollte aber bald verfügbar sein. Jener ist ein neuer Impfstoff, und er wird den alten Impfstoff Zostavax, welcher weniger wirksam ist, ablösen. Shingrix beugt Nervenschmerzen, wie Sie sie schildern, besser vor als der alte Impfstoff Zostavax. In den USA wird Shingrix bei Gesunden ab 50 Jahren empfohlen, in Deutschland ab 60 Jahren. In der Schweiz gibt es diesbezüglich noch keine Empfehlung, da der Impfstoff noch nicht vertrieben wird.

Somit könnte der Impfstoff bei Ihnen verwendet werden. Die Impfung selber beugt einer weiteren Zoster-Episode sehr gut vor. Der Impfstoff gilt als sehr sicher. Es ist aber bekannt, dass er lokale Reaktionen wie Rötung und Schmerzen verursacht, zudem kann es zu Fieber und Schüttelfrost kommen. Diese Nebenwirkungen klingen aber innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Die Impfung muss zweimal durchgeführt werden im Abstand von zwei Monaten.

Bei Ihnen liegen, soweit Sie schildern, bereits sogenannte postherpetische Nervenschmerzen vor. Shingrix ist nicht zur Therapie dergleichen geeignet. Die Nervenschmerzen werden mit Antidepressiva (beeinflussen die Nerven), Antiepileptika, Schmerzmittel und teilweise auch mit lokalen Massnahmen behandelt.

Fazit: Eine Impfung kann man bei Ihnen empfehlen, jene wird die Schmerzen nicht verbessern, aber einer erneuten Zoster-Episode vorbeugen.

Meistgesehen

Artboard 1