Grundsätzlich sind Erwärmungen der Haut oder Verbrennungen in der Nähe von Tätowierungen, ausgelöst durch MRIUntersuchungen, sehr selten. Dennoch ist es wichtig, Risiken im Zusammenhang mit Tätowierungen oder permanentem Make-up zu kennen. MRI-Untersuchungen erfolgen in einem sehr starken Magnetfeld (30 000- bis 60 000-faches Erdmagnetfeld), in dem zusätzlich Radiowellen in den Körper gesendet werden. Diese können zu einer Anregung metallischer Bestandteile innerhalb von Farbstoffen führen, die bei Tätowierungen oder permanentem Make-up verwendet werden. In dieser Hinsicht problematisch sind insbesondere Farbpigmente, die eisenhaltig sind (z. B. Schwarz, Pink) und sich erhitzen können. Nicht nur der Eisengehalt der Pigmente, sondern auch die Form der Tätowierung muss berücksichtigt werden. So führen Tattoos in Form von Kreisen oder Schleifen unter Umständen eher und zu einer stärkeren Erwärmung. In der heutigen Zeit werden praktisch keine eisenhaltigen Farbpigmente bei Tätowierungen oder permanentem Make-up mehr verwendet, sodass von diesen im Allgemeinen keine Gefahr ausgeht. Lediglich bei älteren oder von nicht professionellen Studios angefertigten Tattoos besteht die Möglichkeit, dass eisenhaltige Farben verwendet wurden, die zu Problemen führen können. Um eine maximale Sicherheit zu gewährleisten, müssen alle Patienten vor einer MRI-Untersuchung einen Fragebogen ausfüllen, in dem u. a. nach Tätowierungen und permanentem Make-up gefragt wird. So erhält das medizinische Personal des radiologischen Institutes davon Kenntnis. Patienten, die eine Tätowierung oder ein permanentes Make-up tragen, werden dann ausführlich darüber informiert, dass es theoretisch zu einer Erwärmung der Haut im Bereich des Tattoos respektive des permanenten Make-ups kommen kann. Sollte dies während der Untersuchung geschehen, hat der Patient jederzeit die Möglichkeit, über einen Alarmknopf das medizinische Personal zu informieren, das dann umgehend die Untersuchung abbricht. Mit Abbruch der Untersuchung stoppt auch sofort die Abgabe von Radiowellen innerhalb des Gerätes und somit die Erwärmung der in die Haut eingebrachten Farbpigmente.