Triptane wie Zolmitriptan (Zomig®) sind spezifische, verschreibungspflichtige Migräne-Medikamente, die Serotonin-Rezeptoren im Gehirn stimulieren und so eine Migräne-Attacke unterbrechen können. Prinzipiell sollten Triptane aber nur bei starken MigräneAttacken, die nicht auf gängige Schmerzmittel ansprechen, eingesetzt werden. Eine Kombination von einem Triptan mit einem Analgetikum ist möglich und kann effektiver sein als die Einzeltherapie. Die Ursachen für eine Abnahme der Wirksamkeit können vielseitig sein. Zunächst sollte geklärt werden, ob mit den Jahren ein Übergebrauch entstanden sein könnte. Man spricht von einem Triptan-Übergebrauch, wenn die Einnahme an mehr als zehn Tagen im Monat erfolgt. In diesem Fall kann die Einnahme des Medikaments paradoxerweise zu einer Zunahme der Kopfschmerzen führen. Darüber hinaus müsste im Arztgespräch evaluiert werden, ob der aktuelle Kopfschmerz tatsächlich der bekannten Migräne entspricht oder ob zusätzlich ein andersartiger Kopfschmerz vorliegt. Nicht selten entwickeln sich zusätzlich Spannungskopfschmerzen, die auf die Migräne-spezifischen Triptane naturgemäss nicht ansprechen. Ein Kopfwehtagebuch hilft, den Kopfschmerz besser einzuordnen (z.B. als App «My Headache»). Sind die oben genannten Probleme ausgeschlossen, kann ein Wechsel des Triptans versucht werden. Dabei kann auch ein subkutanes Triptan oder ein Nasalspray zur Anwendung kommen. Dies kann die Aufnahme im Körper verbessern. Wenn die Migräne-Attacken sehr häufig auftreten (mehrmals pro Monat) oder sehr stark sind, sollte eine Prophylaxe diskutiert werden. Es stehen verschiedene Medikamente, aber auch nichtmedikamentöse Verfahren zur Verfügung. Zusammenfassend sollte eine Migräne, die sich im Verlauf plötzlich verändert, ärztlich abgeklärt werden. Im Gespräch mit Ihrer Neurologin/Ihrem Neurologen kann der individuelle Behandlungsplan festgelegt werden.