Ratgeber Gesundheit

Ist unser Sohn Autist?

Ratgeber Gesundheit

Ratgeber Gesundheit

Wir machen uns Sorgen um unseren dreieinhalbjährigen Sohn. Er spricht nur einzelne Wörter, Silben und Laute und oft verstehen wir ihn nicht. Die Frage beschäftigt uns, ob bei ihm eine Sprachstörung oder ein Autismus vorliegen könnte. Frau M. C. aus B.

Jedes Kind ist anders und entwickelt sich unterschiedlich schnell. Sie beobachten Ihren Sohn gut, stellen Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung fest und fragen sich nun, ob Ihr Kind womöglich autistisch sein könnte. Es ist wichtig zu wissen, dass Menschen im Autismus-Spektrum in den Bereichen«Sprache/ Kommunikation, soziale Interaktion, spezielle Interessen und repetitives Verhalten»Auffälligkeiten zeigen. Die Wahrnehmungsverarbeitung kann bei Betroffenen anders ablaufen. Die Ausprägung der Probleme ist unterschiedlich und kann stark variieren. Gibt es neben der verzögerten, sprachlichen Entwicklung noch andere Auffälligkeiten? Beobachten Sie Ihr Kind weiterhin genau. Besonderheiten im Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen können vorkommen: Das Kind spielt z.B. mehrheitlich allein und häufig immer mit den gleichen Spielsachen.Tut sich Ihr Kind schwer damit, Blickkontakt aufzunehmen und zu halten?Reagiert das Kind auf das Rufen seines Namens? Mimik und Gestik können vermindert oder gar nicht vorhanden sein. Gibt es Besonderheiten im Schlaf-und Essverhalten und in der Tagesroutine, bei Neuem,Veränderungen und in der Selbstständigkeit? Falls Sie sich immer noch Sorgen machen,wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt. Ausserdem gibt es Stellen für heilpädagogische Früherziehung und Frühlogopädie, die Sie konsultieren können. Nach der Einschätzung dieser Fachpersonen kann eine Überweisung an die Autismusberatungsstelle der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) gemacht werden.

Meistgesehen

Artboard 1