«In der Schweiz gibt es für die schuhherstellende Industrie keinen Branchenverband (mehr). Diese Tatsache und die diversen Kontakte mit den Schuhproduzenten haben mich veranlasst, den «Praxiszirkel Schweizer Schuhe» ins Leben zu rufen. Seit rund drei Jahren treffen wir uns regelmässig, tauschen uns aus und entwickeln gemeinsam Ideen, wie die Schuhe aus dem Aargau – gemeinsam mit den schweizweit tätigen Unternehmen – langfristig auf dem Markt bestehen können», erklärt Renato Franchetto. «Die Marke Schweiz geniesst nach wie vor ein sehr gutes Ansehen, doch aufgrund des Preisdruckes braucht es neue Ansätze.»

Gemeinsam erfolgreich
«Konsumentinnen und Konsumenten sind bereit, für Schuhe einen höheren Preis zu bezahlen, aber – das wird im Austausch mit den Teilnehmenden am Praxiszirkel deutlich – sie müssen einen sichtbaren Mehrwert erkennen», so Franchetto. Möglich ist das, wenn zum Beispiel die Rohmaterialien von besserer Qualität sind als bei der Massenware aus dem Ausland, sprich: Woher stammt das Leder? Wie wurden die Tiere gehalten? Und immer wichtiger wird: Wie wurde das Leder gefärbt? Dort sind natürliche, ungiftige Farbstoffe auf dem Vormarsch. Umweltschutz, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit sind auch bei der Schuhwahl ein Thema. «Gemeinsam erarbeiten wir neue Ideen und suchen für die Umsetzung passende Partner. Nur so kann die Schuhindustrie – im Aargau und schweizweit – die Erwartungen der Schuhträger erfüllen und weiterhin erfolgreich tätig sein.»