Kardiovaskuläres Risiko bei Kindern mit Zöliakie, Thrombosen-Risiko bei Höhenexpeditionen, Schmerzverbesserung durch analgetische Radiotherapie bei Patienten mit Fingerarthrosen: Dies sind drei von aktuell knapp 50 Forschungsprojekten, die im Kantonsspital Aarau zurzeit laufen. Finanziert werden die Forschungsprojekte unter anderem mit Mitteln aus einem speziellen Wissenschaftsfonds.

Paul Hasler, Chefarzt der Rheumatologie am Kantonsspital Aarau, präsidiert den Forschungsrat. Dieser verwaltet die Bewerbungen für die finanzielle Unterstützung von Forschungsprojekten aus dem Wissenschaftsfonds.

Forschen ja oder nein?
Die Beurteilung von Forschungsprojekten – also, ob es sich lohnt, aktiv zu werden – erfolgt nach verschiedenen Kriterien. «Unabhängige Experten beurteilen die Projekte und das im Forschungsrat designierte Mitglied trägt die Bewertungen zusammen und präsentiert sie. Dann wird über die Annahme oder Rückweisung der Projekte abgestimmt», erklärt Paul Hasler das Prozedere.

Für ein Zentrumsspital wie das Kantonsspital Aarau sei die Forschung von grundlegender Bedeutung, betont Hasler. «Ziel ist in erster Linie, die Qualität der Betreuung der Patienten zu verbessern. Daneben erlaubt die eigene Forschung die Teilnahme an überregionalen Projekten. Und nicht zuletzt stellt die Möglichkeit der Forschung auch ein Motivationsfaktor für den Nachwuchs aller an der Patientenbetreuung mitwirkender Berufsgruppen im Spital dar.»